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Innovation: Mit intelligenten „Leggings“ zum Sieg

Foto: Dr. Helga Herden (GUIDE) besuchte Prof. Dr. Marcus Jäger und Falko Heitzer im Bewegungslabor des SMH und überreichte die Siegerurkunde des Ideenwettbewerbs. Foto: Katharina Landorff, SMH © Contilia

Mit ihrem „Wearable Intelligent Orthopaedic Scoring“ (Tragbare intelligente orthopädische Bewertung) konnten der Ärztliche Direktor des St. Marien-Hospitals Mülheim an der Ruhr, Prof. Dr. med. Marcus Jäger und der Leiter des Bewegungslabors am SMH, M.Sc. Falko Heitzer, den Guide-Ideenwettbewerb an der Universität Duisburg-Essen gewinnen. Im Finale überzeugte die Idee der intelligenten Bewegungsanalyse die Fachjury und das Duo belegte Platz 1. Insgesamt hatten es neun Teams in die letzte Runde des wissenschaftlichen Wettbewerbs des Zentrums für Gründungen und Innopreneurship der Universität Duisburg-Essen (GUIDE) geschafft.

Im Rahmen ihres Projekts können die beiden Sieger Bewegungsabläufe von Patient:innen der Orthopädie erfassen und durch die Anwendung von künstlicher Intelligenz (AI) zukünftig in die Diagnose und Bewertung von Erkrankungen des Bewegungsapparates mit einbeziehen.

„Mit der Teilnahme am Ideenwettbewerb haben wir zum ersten Mal unser Projekt einer unabhängigen Jury vorgestellt. Die positive Bewertung ist für uns, gleichzeitig Bestätigung und Motivation diese Idee zur Praxistauglichkeit weiterzuentwickeln“, stellt Prof. Dr. Marcus Jäger heraus.

Wenn alle Rahmenbedingungen gegeben sind, könnte das Projekt „Intelligente Leggings“ voraussichtlich im nächsten Jahr beginnen. Im voll ausgestatteten Bewegungslabor des SMH würden Hochfrequenzkameras und „intelligente“ Materialien am Körper Gelenkbewegungen von Patient:innen erfassen. Innerhalb einer Laufzeit von drei Jahren würden die Daten der Gelenkbewegungen von Patient:innen gesammelt und in ein Spezialprogramm übernommen werden. Diese Daten wären die Grundlage für die anschließende Bewertung, Scoring genannt. Die Bewertungsergebnisse könnten zukünftig auch den behandelnden Ärzt:innen von einzelnen Patient:innen zur Verfügung gestellt werden. Diese Informationen könnten damit zur Qualitätsverbesserung in der Patientenversorgung als auch zur Reduktion der Arbeitsbelastung im Gesundheitswesen beitragen. Eine Win-win-Situation für Patient:innen und Behandler:innen.

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