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Neues Zentrum fĂŒr Schmerzmedizin in Essen

Die Schmerzmedizin am Alfried Krupp Krankenhaus hat eine lange Tradition. Seit ĂŒber 20 Jahren ist sie Teil der Klinik fĂŒr AnĂ€sthesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie. Beste Voraussetzungen, das Leistungsangebot fĂŒr Patienten zu erweitern. Am 1. Februar eröffnete das neue Zentrum fĂŒr Schmerzmedizin mit 16 stationĂ€ren BehandlungsplĂ€tzen in Essen-Steele. Ein deutlicher Ausbau der TherapieplĂ€tze ist zeitnah geplant.

Im Interview sprechen Chefarzt Prof. Dr. med. Daniel Dirkmann und OberĂ€rztin Richarda Rademacher ĂŒber die Möglichkeiten der schmerztherapeutischen Behandlung.

Was zeichnet das neue Zentrum fĂŒr Schmerzmedizin aus?

Prof. Dr. med. Daniel Dirkmann: “Es beginnt mit der Architektur, die das Zentrum fĂŒr die Patienten erlebbar macht. Wir haben mit außerordentlichem Aufwand eine moderne Physiotherapie aufgebaut, die TĂŒr an TĂŒr mit den Ă€rztlich-therapeutischen RĂ€umen liegt. Auch die rundum modernisierte Station mit Zweibettzimmern ist direkt angebunden. DarĂŒber hinaus grĂŒndet unsere Arbeit auf ĂŒber 20-jĂ€hriger Erfahrung und erfolgreichen Konzepten der Schmerzmedizin. Ein etabliertes Zentrum also, in dem unsere Patienten sich wohlfĂŒhlen werden.“

Richarda Rademacher: „Wir entsprechen mit dem neuen Zentrum der großen Nachfrage nach schmerztherapeutischer Therapie. Auf mehrere Millionen Patienten mit chronischen Schmerzen kommen in Deutschland nur ein paar hundert Einrichtungen, in die niedergelassene Ärzte ihre Patienten zuweisen können. Mit unserem Angebot gehören wir zu den grĂ¶ĂŸeren stationĂ€ren Angeboten in der Region. Ein bestens qualifiziertes Team aus Ă€rztlicher Schmerztherapie, Physiotherapie, Psychologen und Pflege arbeitet hier Hand in Hand.“

Mit welchen Schmerzen können Patienten in das Zentrum fĂŒr Schmerzmedizin kommen?

Richarda Rademacher: „Mit chronischen Schmerzen jeder Art. Also Beschwerden, die mindestens drei bis sechs Monate andauern. Dazu gehören RĂŒcken- oder Nackenschmerzen genauso wie Leiden bei Krebs- oder GefĂ€ĂŸerkrankungen. Auch Patienten mit der seltenen Krankheit CRPS, die ohne erkennbare Ursache regional Schmerzen in Armen oder Beinen hervorruft, sind bei uns gut aufgehoben.“

Was ist das Ziel der Schmerztherapie?

Prof. Dr. med. Daniel Dirkmann: „Das fragen wir die Patienten auch immer: Was ist Ihr Ziel? Und es ist keiner dabei der sagt „ich möchte schmerzfrei“ werden. Sondern ich möchte „schmerzzufrieden“ sein. Im besten Fall gelingt es uns, das Schmerzniveau um 30 Prozent zu senken. Das bewirkt oft schon eine deutlich bessere LebensqualitĂ€t. Ein geĂŒbter Umgang mit dem Schmerz ist auch der Weg zu mehr SelbststĂ€ndigkeit im Alltag.“

Richarda Rademacher: „Psychologen, Physiotherapeuten und Ärzte entwickeln gemeinsam fĂŒr jeden Patienten einen passenden Therapieplan. Bei den Visiten nehmen wir uns viel Zeit, um den Patienten seinem Therapieziel nĂ€her zu bringen. Denn oft ist es nicht allein ein rein körperliches Problem, auch psychologische und soziale Faktoren können eine Rolle spielen.“

Wie gestaltet sich der Tag fĂŒr den Patienten im neuen Zentrum?

Richarda Rademacher: Wir ermöglichen den Patienten aktivierende Therapien in angenehmer AtmosphĂ€re. Jeder Patient nimmt pro Tag an drei oder mehr Angeboten teil, beispielsweise Entspannungs-, Gruppen- und Physiotherapie. Hinzu kommen Ă€rztliche und psychologische EinzelgesprĂ€che. Ein gut gefĂŒlltes Tagesprogramm und das meist fĂŒr sieben oder vierzehn Tage.

Worauf freuen Sie sich zum Start des Zentrums?

Prof. Dr. med. Daniel Dirkmann: Wir sind echt begeistert davon, wie sehr die Physiotherapeuten die Prozesse im Sinne der Patienten mitgestalten und wie engagiert das Pflegeteam auf der Station die neue Aufgabe angeht. Und klar, wir freuen uns auf die enge Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken. Wir können jetzt gemeinsam in einem Top-Umfeld Patienten helfen – besser geht es nicht.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Zentrums

Kontakt:
Telefon 0201 805-1075
schmerzmedizin@krupp-krankenhaus.de

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