Die Berliner Autorin Dr. med. Magdalena Gössling liest am 17. Januar 2026, um 10 Uhr, im Alfried Krupp Krankenhaus
Magdalena Gössling ist 32 Jahre alt und mit ihrem zweiten Kind schwanger, als sie durch einen Schlaganfall die Fähigkeit zu sprechen und die Kontrolle über ihre rechte Körperseite verliert.
Auf den großen Einschnitt folgen Tage wie hinter einer verschlossenen Tür. Alles, was einmal sicher erschien, gerät ins Wanken. Ein Schlaganfall ist, trotz moderner Therapiemöglichkeiten, für Betroffene und ihr Umfeld eine dramatische Zäsur. Nach dem Akutereignis bleibt die große Herausforderung, sich mit möglichen neurologischen Beeinträchtigungen im neuen Alltag zurechtzufinden.
Wie dies gelingen kann, möchte das Behandlungsteam der Klinik für Neurologie diskutieren und lädt zu einer Lesung ein: am Samstag, den 17. Januar 2026, trägt die Ärztin Dr. med. Magdalena Gössling um 10 Uhr Texte aus ihrem beeindruckenden Buch „Wieder werden“ vor und schildert ihren persönlichen Genesungsprozess. Abgerundet wird die Veranstaltung, die allen Betroffenen, Angehörigen und Interessierten offen steht, durch kurze Fachvorträge zum Thema Schlaganfall.
Veranstaltungsort ist der Berthold Beitz Saal im Alfried Krupp Krankenhaus in Essen, Rüttenscheid, Alfried-Krupp-Straße 21, 45131 Essen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Um frühzeitige Anmeldung wird gebeten: lesung@krupp-krankenhaus.de
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Neurovaskulären Netzwerks Ruhr-Südwest und des Alfried Krupp Krankenhaus mit den gemeinnützigen Vereinen Moyamoya Freunde und Förderer Deutschland e. V. sowie der Schlaganfall-Gruppe Essen e. V..
Magdalena Gössling, geboren 1986 in Berlin, studierte Medizin in Tübingen und promovierte am Hertie Institut für klinische Hirnforschung. Zuletzt – und bis zu ihrem Schlaganfall – arbeitete sie als Ärztin in der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern als freischaffende Autorin in Berlin.
Nähere Informationen:
Plötzlich auftretende Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle, Sehstörungen? Beim älteren Menschen sind diese Symptome oft durch einen Schlaganfall bedingt. Bei etwa 270.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland ist der Schlaganfall der häufigste Grund für eine Behinderung im Erwachsenenalter und noch immer die dritthäufigste Todesursache.
Schlaganfälle können aber auch junge Menschen ohne Risikofaktoren betreffen. „Symptome bei jungen Betroffenen zu erkennen, die Ursache zu klären und eine zielgerichtete Therapie einzuleiten, um das Wiederholungsrisikos zu senken, sind bei dieser Erkrankung elementar. Hierzu bedarf es besonderer Expertise“, so Prof. Dr. med. Markus Krämer, Leitender Oberarzt der Klinik für Neurologie am Essener Alfried Krupp Krankenhaus. Vom „juvenilen“ also jugendlichen Schlaganfall spricht man beim Schlaganfall bei Kindern und Jugendlichen, aber dieser Begriff wird auch beim Schlaganfall bei unter 45-jährigen Erwachsenen benutzt.
Kontakt
Prof. Dr. med. Markus Krämer
Leitender Oberarzt
Telefon 0201 434-41424
markus.kraemer@krupp-krankenhaus.de
Klinik für Neurologie
Prof. Dr. med. Roland Veltkamp
Chefarzt
Koordinator
Neurovaskuläres Netzwerk Ruhr-Südwest
Alfried Krupp Krankenhaus
Rüttenscheid
Alfried-Krupp-Straße 21
45131 Essen
