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Kleines Spielzeug, große Wirkung – Stiftung Universitätsmedizin finanziert Kinder-MRT-Spielzeug für die Kinderklinik der Universitätsmedizin Essen

Ein kleines Kind sitzt auf einem Krankenhausbett und spielt mit einem Modell eines MRT-Geräts aus Kunststoff. Vor dem Gerät befindet sich eine kleine Plattform, auf der eine Spielfigur liegt, die in die Öffnung des Modells geschoben werden kann. Eine Frau im weißen Kittel sitzt daneben am Bettrand und hält ebenfalls eine Spielfigur in der Hand. Sie schaut dem Kind zu und erklärt offenbar spielerisch den Ablauf einer Untersuchung. Das Kind konzentriert sich auf das Spielzeug. Die Szene wirkt ruhig und freundlich und findet in einem Patientenzimmer statt.
Wissen, wie es geht: Die kleine Palina lernt an dem Spielzeug die Abläufe bei einer MRT-Untersuchung kennen. (c) Stiftung Universitätsmedizin
Eine Frau im weißen Arztkittel sitzt an einem Tisch in einem kinderfreundlich eingerichteten Untersuchungsraum und blickt in die Kamera. Vor ihr steht ein Modell eines MRT-Geräts für Kinder, daneben liegt eine kleine Plattform mit bunten Spielfiguren, die in das Modell geschoben werden können. Im Hintergrund sind Regale mit Büchern und Spielmaterial sowie kleine Kinderstühle und ein Spielhaus zu sehen. Der Raum wirkt hell und freundlich und ist offenbar dafür eingerichtet, Kindern medizinische Abläufe spielerisch zu erklären.
Oberärztin Dr. Adela Della Marina setzt das Spielzeug-MRT-Gerät in der Aufklärung ihrer jungen Patientinnen und Patienten ein. (c) Stiftung Universitätsmedizin

Weniger Angst vor der Untersuchung: Die Stiftung Universitätsmedizin hat für die Kinderklinik der Universitätsmedizin Essen ein Spielzeug-MRT-Gerät im Wert von 800 Euro angeschafft. Das detailgetreue Spielzeug entspricht in Aussehen und Geräuschkulisse einem echten Magnetresonanztomographen und wird künftig in der kindgerechten Aufklärung vor MRT-Untersuchungen eingesetzt. Ziel ist es, jungen Patientinnen und Patienten die Abläufe verständlich zu erklären und ihnen so die Sorge vor der Untersuchung zu nehmen.

„In die Röhre“ zu müssen, ist bereits für Erwachsene unangenehm. Hinter dem umgangssprachlichen Ausdruck verbirgt sich die Magnetresonanztomographie (MRT), ein bildgebendes Verfahren, das ohne Strahlenbelastung auskommt. Der rotierende Magnet erzeugt jedoch sehr laute Klopf- und Brummgeräusche, zudem empfinden viele Menschen die enge Untersuchungsröhre als belastend. Für Kinder stellt diese Situation häufig eine besondere Herausforderung dar.

„Viele jungen Patientinnen und Patienten der Kinderklinik müssen im Verlauf ihrer stationären Behandlung in ein MRT“, erklärt Dr. Adela Della Marina, Oberärztin in der Abteilung für Neuropädiatrie der Kinderklinik der Universitätsmedizin Essen. Bei onkologischen Erkrankungen, bei Untersuchungen von Gehirn, Rückenmark, Bauchorgane Herz und Lunge oder im Rahmen der Betreuung nach Transplantationen sind diese Untersuchungen unverzichtbar. Für aussagekräftige Bilder ist es erforderlich, während der Untersuchung ruhig zu liegen. Gerade jüngere Kinder werden deshalb bislang häufig sediert bzw. brauchen dafür eine Narkose. Dies setzt die Begleitung durch eine Narkoseärztin oder einen Narkosearzt voraus und führt aufgrund begrenzter Kapazitäten mitunter zu längeren Wartezeiten.

Das neue Spielzeug-Kinder-MRT ermöglicht es nun, die Untersuchungssituation mit den Kindern realitätsnah zu besprechen. Per Knopfdruck ertönen dieselben Geräusche wie bei einem echten Gerät. Kinder können spielerisch erleben, was sie erwartet, Fragen stellen und Unsicherheiten abbauen.

„Es ist eine sehr kindliche und spielerische Art der Aufklärung. Wenn Kinder die Abläufe kennen, verlieren sie einen Teil ihrer Angst vor der Untersuchung“, erläutert Dr. Della Marina. „Unsere Hoffnung ist, dass insbesondere Kinder im Alter von fünf oder sechs Jahren, aber auch ältere Kinder, die Angst vor der Untersuchung haben, dadurch häufiger ohne Sedierung untersucht werden können. Das erleichtert die Abläufe und kommt letztlich auch der Behandlung zugute.“

Angeschafft wurde das Kinder-MRT aus Spendengeldern durch die Stiftung Universitätsmedizin. Dr. Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Universitätsmedizin, betont die Bedeutung solcher gezielten Unterstützungen: „Manchmal sind es die kleinen Dinge, die eine deutliche Verbesserung und damit eine große Wirkung erzielen können. Auch die Anschaffung eines solchen Kinder-MRT-Geräts ist nur durch Spenden möglich. Sie tragen dazu bei, den Klinikalltag für junge Patientinnen und Patienten spürbar zu verbessern.“

Das Spielzeug-MRT-Gerät steht beispielhaft für das Engagement der Stiftung Universitätsmedizin, mit ihrer Förderung die Krankenversorgung über die Grundversorgung hinaus zu verbessern. Die weiteren Ziele der Arbeit sind Unterstützung der Ausbildung des medizinischen Nachwuchses und die Anschubfinanzierung innovativer Förderprojekte.

 

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