Seite lädt...

HilfsmittelStudie 2026: Branche sieht wachsende Herausforderungen in der Patientenversorgung

Studie zur Hilfsmittelversorgung zeigt steigenden Fachkräftemangel und zunehmenden Kostendruck

Sanitätshäuser und Homecare-Anbieter übernehmen eine wichtige Rolle in der Versorgung von Menschen mit medizinischen Hilfsmitteln – etwa nach Operationen, Unfällen oder bei chronischen Erkrankungen. Eine bundesweite Studie mit rund 1.000 Mitarbeitenden aus der Sanitätshaus- und Homecarebranche zeigt nun, vor welchen Herausforderungen die Hilfsmittelversorgung in Deutschland künftig steht.

Vorgestellt wurden erste Ergebnisse der HilfsmittelStudie 2026 auf der OTWorld 2026 in Leipzig, der weltweit größten Veranstaltung für moderne Hilfsmittelversorgung. Die vollständige Veröffentlichung der Studie ist für den 25. Juni 2026 angekündigt.

Laut Studie erwarten 89 Prozent der Befragten, dass der Versorgungsbedarf in den kommenden zehn Jahren weiter steigen wird. Gleichzeitig sehen 81 Prozent den Fachkräftemangel als Risiko für die zukünftige Patientenversorgung.

Auch wirtschaftliche Belastungen und bürokratische Anforderungen werden von den Teilnehmenden kritisch bewertet. 84 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass steigender Kostendruck und zunehmende Bürokratie die Versorgung verschlechtern könnten.

Darüber hinaus sehen 76 Prozent der Studienteilnehmenden die langfristige wirtschaftliche Stabilität vieler Betriebe durch die aktuelle Vergütungsstruktur gefährdet.

Digitalisierung und KI als mögliche Zukunftschancen

Neben den Herausforderungen benennt die HilfsmittelStudie 2026 auch Chancen für die Branche. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz werden dabei als mögliche Ansätze gesehen, um Prozesse und Versorgung künftig weiterzuentwickeln.

„Die Hilfsmittelbranche hat allen Grund, selbstbewusst aufzutreten – nicht mehr nur als stiller Leistungsträger, sondern als deutlich sichtbarer Versorgungsakteur in der Care-Navigation der Zukunft. Wer nur reagiert, wird vom System erzogen. Wer die Zukunft antizipiert, beginnt wieder zu gestalten“, so Prof. Dr. Druyen.

Die Studie wurde von der opta data Zukunfts-Stiftung gemeinsam mit dem Institut für Zukunftspsychologie und Zukunftsmanagement der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien durchgeführt. Kooperationspartner sind der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) sowie der Verband Versorgungsqualität für Homecare e. V. (VVHC).

Über die opta data Zukunfts-Stiftung

Die 2022 gegründete opta data Zukunfts-Stiftung beschäftigt sich wissenschaftlich mit den Belangen und Perspektiven der Gesundheitsfachberufe. Deren zentrale Bedeutung für die Gesellschaft wird in wissenschaftlichen Studien analysiert und der Öffentlichkeit durch Publikationen, Vorträge und Medienarbeit nähergebracht. Es soll gezeigt werden, welch wichtige und unverzichtbare Funktion Leistungserbringer im Gesundheitswesen haben. Darüber hinaus beschäftigt sich die opta data Zukunfts-Stiftung mit den psychologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz (KI): Wie verändert sich dadurch unser berufliches und privates Leben? Die Stiftung begleitet transformatorische Prozesse und bieten allen Fachberufen in der Gesundheitsbranche Workshops, Weiterbildungen und Systemanalysen, um der rasanten, oft überfordernden Veränderung erfolgreich zu begegnen.

www.zukunftsstiftung.optadata.de

WordPress Appliance - Powered by TurnKey Linux