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DFG verlängert Sonderforschungsbereich zu Neutrophilen: Forschung an Immunzellen geht in die nächste Phase

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Abstrakte, dreidimensionale Mikroskopaufnahme vor schwarzem Hintergrund. In der Bildmitte schwebt ein dichtes Netzwerk aus unregelmäßig geformten, farbigen Strukturen und Partikeln. Die größten Formen erscheinen in kräftigem Violett und wirken wie verzweigte, organische Gebilde. Dazwischen verteilen sich zahlreiche kleinere blaue Fragmente, ergänzt durch einzelne türkisfarbene, grüne und gelbliche Elemente. Die Partikel wirken räumlich verteilt, als würden sie im Raum schweben oder miteinander interagieren. Unten links zeigt ein Maßstabsbalken die Größenordnung von 0,7 Mikrometern an.
Blick in das Innere einer Immunzelle: Zu sehen sind die Zellorganellen eines Neutrophilen – Endoplasmatisches Retikulum (blau), Lysosomen (gelb), Mitochondrien (violett), Lipidtröpfchen (cyan) und Golgi-Apparat (grün). Maßstab: 0,7 µm. / Bildrechte: Angelika Rambold
Porträtaufnahme einer Frau mit heller Haut und zurückgebundenen braunen Haaren. Sie trägt eine schwarze Bluse, eine dunkle Brille mit rechteckigem Rahmen und kleine dunkle Ohrstecker. Die Frau blickt ruhig und direkt in die Kamera. Der Hintergrund zeigt einen hellen, modern wirkenden Innenraum mit großen Fenstern und unscharfen Personen im Hintergrund. Die Atmosphäre wirkt professionell und freundlich.
Prof. Dr. Jadwiga Jablonska-Koch, Standortsprecherin des SFB/TRR 332 an der Medizinischen Fakultät der UDE / Bildrechte: Dave Kittel, UDE
Große Gruppe von Menschen auf einer breiten Treppe in einem modernen, lichtdurchfluteten Gebäude. Die Teilnehmenden unterschiedlichen Alters und verschiedener Herkunft stehen dicht beieinander und blicken überwiegend lächelnd in die Kamera. Viele tragen Namensschilder. Die Aufnahme erstreckt sich über mehrere Etagen der Treppe und vermittelt den Eindruck eines wissenschaftlichen oder beruflichen Netzwerktreffens. Große Fenster entlang der linken Seite lassen viel Tageslicht in den Raum. Die Atmosphäre wirkt offen, international und kollegial.
TRR 332-Teamfoto / Bildrechte Anna Linard Matos

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verlängert die Förderung des Sonderforschungsbereichs/Transregio 332 „Neutrophile: Entwicklung, Verhalten und Funktion“ um eine zweite Förderperiode mit rund 13 Millionen Euro. Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen sind maßgeblich an dem Forschungsverbund beteiligt. Das Projekt stärkt zugleich den Gesundheits- und Wissenschaftsstandort Essen.

Im Mittelpunkt der Forschung stehen sogenannte Neutrophile – die häufigsten weißen Blutkörperchen des menschlichen Immunsystems. Lange galten diese Immunzellen als kurzlebig und funktionell einheitlich. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen jedoch, dass Neutrophile eine deutlich größere Vielfalt besitzen und wichtige Funktionen bei chronischen Entzündungen, Krebs sowie bei der Aufrechterhaltung gesunder Gewebe übernehmen.

Bereits in der ersten Förderperiode arbeiteten Teams der Universität Duisburg-Essen, der Universität Münster und der Ludwig-Maximilians-Universität München gemeinsam mit weiteren Partnerinstitutionen interdisziplinär zusammen. Dabei bündelten die Forschenden ihre Expertise aus Immunologie, Tumorbiologie, Infektionsforschung und moderner Bildgebung. Ziel war es, grundlegende Mechanismen der Neutrophilen-Biologie besser zu verstehen.

Im Verlauf der ersten Förderphase konnten neue Erkenntnisse zur Regulation, Aktivierung und krankheitsfördernden Funktion von Neutrophilen gewonnen werden. Innovative Bildgebungstechnologien ermöglichten zudem erstmals eine detaillierte Analyse dieser Immunzellen direkt im Gewebe.

In der zweiten Förderperiode soll die Forschung verstärkt auf krankheitsrelevante Modelle übertragen werden. Im Fokus stehen Erkrankungen mit hoher medizinischer und gesellschaftlicher Relevanz, darunter Gefäßentzündungen, Krebs und Infektionskrankheiten. Ergänzt wird das Forschungsprogramm durch moderne Technologien zur Einzelzell- und Gewebeanalyse sowie die neue Graduiertenschule „NeutroTrain“ für Forschende in frühen Karrierephasen.

„Mit seiner interdisziplinären Ausrichtung und exzellenten Forschungsinfrastruktur leistet der Transregio 332 einen wichtigen Beitrag dazu, Erkenntnisse der Immunbiologie in neue Ansätze für Diagnostik und Therapie zu überführen“, sagt Prof. Dr. Jadwiga Jablonska-Koch, Standortsprecherin des SFB/TRR 332 an der Medizinischen Fakultät der UDE.

Neben Prof. Dr. Jadwiga Jablonska-Koch sind auf Seiten der UDE auch Prof. Dr. Daniel Engel, Prof. Dr. Matthias Gunzer, Prof. Dr. Sven Brandau, Prof. Dr. Dirk M. Hermann und Dr. Olga Shevchuk beteiligt. Die Koordination des Sonderforschungsbereichs übernimmt Prof. Dr. Dr. Oliver Söhnlein vom Institut für Experimentelle Pathologie der Universität Münster.

Weitere Partner des Forschungsverbunds sind die Technische Universität Dresden, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin sowie das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e. V..

Weitere Informationen zum Sonderforschungsbereich TRR 332 bietet die Projektwebsite: SFB/TRR 332 „Neutrophile: Entwicklung, Verhalten und Funktion“

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