Kunsttherapie für schwer erkrankte Kinder: Heike-Kracht-Stiftung fördert Projekt „Klinikhelden“ an der Universitätsmedizin Essen
Rund 20.000 Euro für kunsttherapeutische Versorgung in der Kinderklinik der Universitätsmedizin Essen
Die kunsttherapeutische Versorgung von schwer erkrankten Kindern und Jugendlichen an der Universitätsmedizin Essen wird durch eine Förderung der Heike-Kracht-Stiftung gestärkt. Über die Stiftung Universitätsmedizin stellt die Stiftung insgesamt 19.836,60 Euro für das Projekt „Klinikhelden“ bereit. Finanziert werden eine anteilige Kunsttherapie-Stelle sowie Materialien für die kunsttherapeutische Arbeit in der Kinderklinik der Universitätsmedizin Essen.
Das Projekt „Klinikhelden“ verfolgt das Ziel, kreative Therapieangebote für junge Patientinnen und Patienten sichtbar zu machen und die psychosoziale Versorgung in der stationären Kinder- und Jugendmedizin langfristig zu unterstützen.
Kunsttherapie unterstützt Kinder und Jugendliche im Klinikalltag
Kinder und Jugendliche, die über längere Zeit im Krankenhaus behandelt werden, erleben häufig belastende Therapien, Unsicherheiten und emotionale Ausnahmesituationen. Kunsttherapie schafft in diesem Umfeld geschützte Räume, in denen Gefühle, Ängste und Hoffnungen kreativ ausgedrückt werden können. Gleichzeitig kann die kunsttherapeutische Begleitung die Krankheitsverarbeitung unterstützen und die emotionale Stabilität der jungen Patientinnen und Patienten stärken.
„Kunsttherapie eröffnet Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten, sich trotz schwerer Erkrankungen als selbstwirksam zu erleben“, sagt Nina Kaletta, Leitende Kunsttherapeutin in der Kinderklinik an der Universitätsmedizin Essen. „Im kreativen Prozess entstehen Räume, in denen Gefühle sichtbar werden dürfen und neue Perspektiven entstehen können. Gerade im Klinikalltag sind diese Momente für viele junge Patientinnen und Patienten von großer Bedeutung.“
Förderung sichert kunsttherapeutisches Angebot an der Universitätsmedizin Essen
Mit der Förderung werden neben Kunstmaterialien auch Strukturen unterstützt, die die Fortführung und Weiterentwicklung des kunsttherapeutischen Angebots ermöglichen. Dazu gehören die Finanzierung einer anteiligen Kunsttherapie-Stelle sowie die begleitende Öffentlichkeitsarbeit des Projekts „Klinikhelden“.
Das Projekt gibt Einblicke in die kunsttherapeutische Arbeit an der Universitätsmedizin Essen und soll das Verständnis für ganzheitliche Versorgung von schwer erkrankten Kindern und Jugendlichen stärken.
„Die Förderung der Kunsttherapie passt sehr gut zum Anliegen unserer Stiftung, kreative und kulturelle Angebote dort zu unterstützen, wo sie Menschen unmittelbar stärken und begleiten“, erklärt Stifterin Heike Kracht. „Kunst kann gerade in schwierigen Lebenssituationen Ausdruck, Halt und Zuversicht vermitteln. Es ist uns wichtig, einen Beitrag dazu zu leisten, dass diese Möglichkeiten Kindern und Jugendlichen im Klinikalltag erhalten bleiben.“
Kunsttherapie im Krankenhaus häufig auf Spenden angewiesen
Kunsttherapie gehört bislang nicht zur gesetzlichen Regelfinanzierung im Krankenhaus und kann deshalb vielfach nur durch Spenden und projektbezogene Förderungen angeboten werden. Die Stiftung Universitätsmedizin setzt sich deshalb dafür ein, psychosoziale und kreative Therapieangebote für Kinder und Jugendliche langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.
„Angebote wie die Kunsttherapie sind in hohem Maße auf finanzielle Unterstützung angewiesen, weil sie nicht über reguläre Krankenhausbudgets refinanziert werden“, sagt Dr. Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Universitätsmedizin. „Förderungen wie die der Heike-Kracht-Stiftung ermöglichen es, wichtige psychosoziale Angebote für schwer erkrankte Kinder und Jugendliche verlässlich aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln. Dafür sind wir sehr dankbar.“
Die Stiftung Universitätsmedizin verfolgt das Ziel, die Krankenversorgung über den medizinischen Versorgungsbedarf hinaus zu verbessern, innovative Projekte zu fördern und die Lehre zu unterstützen. Die Kunsttherapie in der Kinderklinik der Universitätsmedizin Essen ist ein Beispiel für ein Projekt aus dem Bereich der ganzheitlichen und psychosozialen Versorgung.
