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Drohnen transportieren Laborproben durch Essen: Erfolgreicher Flugbetrieb im Gesundheitswesen

Eine Gruppe von acht Personen steht vor einem mehrstöckigen Klinik- oder Institutsgebäude im Freien. Die Personen sind halbkreisförmig um eine große technische Konstruktion angeordnet, die an eine Transportdrohne oder ein unbemanntes Fluggerät erinnert. Das Gerät besitzt mehrere große Rotoren und einen länglichen, hellen Transportkörper. In der Gruppe befinden sich Männer in Anzügen, Business-Casual-Kleidung und Arbeitskleidung sowie eine Frau mit Brille und leuchtend orangefarbener Jacke. Alle blicken in die Kamera und lächeln. Einige halten die Rotorarme der Drohne fest oder präsentieren sie mit ausgestreckten Händen. Im Hintergrund sind die Fassade des Gebäudes mit vielen Fenstern, eine überdachte Konstruktion sowie Bäume zu sehen. Die Aufnahme wirkt wie ein Presse- oder Projektfoto zur Vorstellung eines technischen Innovations- oder Forschungsprojekts im Gesundheits- oder Logistikbereich.
(v.l.n.r.) Peter Renzel, Geschäftsbereichsvorstand für „Soziales, Arbeit, Gesundheit und Integration“ der Stadt Essen, Dr. med. Thomas Klein, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie im St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh, Cem Uyanik, CEO und Co- Founder der Urban Ray GmbH, Dr. med. Yuriko Stiegler, Ärztliche Leitung und Geschäftsführerin des mvzlm Ruhr, Dr. Klaus Peterseim, Dom-Apotheke Dr. Peterseim, Peter Berlin, Geschäftsführer der Katholischen Kliniken Ruhrhalbinsel gGmbH, Henry Schmidt CTO und Co-Founder der Urban Ray GmbH, Fabian Binz, COO und Co-Founder der Urban Ray GmbH, sind live bei Start und Landung der Drohne dabei. ©contilia/Andreas Köhring
Eine kompakte Transportdrohne steht auf einer erhöhten Metallplattform vor einem mehrstöckigen Klinik- oder Institutsgebäude. Die Drohne besitzt vier Ausleger mit jeweils einem Rotor und einen länglichen, weißen Transportbehälter in der Mitte. Im Hintergrund sind Gebäudefassaden mit Fenstern sowie Teile einer technischen Infrastruktur zu erkennen. Die Aufnahme zeigt die Drohne unmittelbar vor oder nach einem Startvorgang und vermittelt den Eindruck eines Praxistests für automatisierte Transportlogistik.
Im Hub wird die Drohne automatisiert beladen und für den Flug vorbereitet. ©contilia/Andreas Köhring
Eine weiße Transportdrohne mit vier Rotoren schwebt wenige Meter über einer Metallplattform vor einem modernen Gebäude. Der zentrale Transportbehälter ist rechteckig und an den Ecken leicht abgerundet. Die Rotoren befinden sich an schlanken Auslegern mit Schutzbügeln. Die Aufnahme dokumentiert einen Flugtest und hebt die technische Konstruktion der Drohne sowie ihre Eignung für den Transport kleiner Güter hervor.
Die Drohne fliegt vollautomatisiert, wird aber jederzeit durch Piloten überwacht. ©contilia/Andreas Köhring
Aus einer Untersicht fotografiert fliegt eine Transportdrohne vor einem hohen, hellen Klinik- oder Institutsgebäude. Die vier Rotoren sind deutlich sichtbar, ebenso die Unterseite des Transportbehälters mit einem grünen Kreuz als Hinweis auf medizinische Nutzung. Über der Drohne erstreckt sich ein teilweise bewölkter blauer Himmel. Das Bild vermittelt den Einsatz moderner Drohnentechnologie für medizinische oder logistische Transportaufgaben im Gesundheitswesen.
Die Drohne steigt auf ca. 100 Meter Höhe auf und folgt dann ihrer Flugbahn. ©contilia/Andreas Köhring

Gemeinsam mit dem Medizinischen Versorgungszentrum für Labormedizin und Mikrobiologie Ruhr (mvzlm Ruhr) und dem St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh fliegt der Drohnenbetreiber Urban Ray medizinische Proben autonom durch den Essener Luftraum und geht damit einen wichtigen Schritt hin zu schnelleren Abläufen in der Patientenversorgung.

Was bislang als Konzept und Pilotprojekt existierte, wurde vom 15. bis 19. Juni in Essen unter realen Bedingungen gezeigt: Urban Ray, Anbieter von autonomer Drohnenlogistik, führt gemeinsam mit dem medizinischen Labor mvzlm Ruhr einen Livebetrieb für den Transport von Laborproben per Drohne durch. Die vollautomatischen Flüge verbinden das St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh von der Contilia Gruppe mit dem mvzlm Ruhr in Huttrop, im realen klinischen Umfeld und mit echten medizinischen Proben.

Vom Krankenhaus ins Labor – in der Luft statt im Stau

Täglich werden im Krankenhausbetrieb Blut-, Urin- und weitere Laborproben zur Analyse ins Labor geschickt. Jede Stunde, die dabei verloren geht, kann medizinisch relevant sein. Der von Urban Ray initiierte Drohnentransport verlagert diesen Weg perspektivisch von der Straße in die Luft. Die Drohnen fliegen mit bis zu 70 km/h, sind unabhängig von Verkehr und Stau, vollständig elektrisch betrieben und jederzeit live nachverfolgbar. Im Vergleich zum PKW ist der Transport damit mehr als doppelt so schnell.

Für das St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh steht dabei vor allem der Nutzen für die Patientinnen und Patienten im Fokus. „Als Krankenhaus wollen wir unseren Patientinnen und Patienten die bestmögliche Versorgung bieten. Schnellere Befunde sind dabei ein echter klinischer Vorteil. Die Woche zeigt, welches Potenzial in der Verbindung von medizinischer Versorgung und innovativer Technologie liegt“, betont Peter Berlin, Geschäftsführer der Katholische Kliniken Ruhrhalbinsel gGmbH.

Auch für das mvzlm Ruhr, eines der größten medizinischen Labore in Essen, bedeutet ein schnellerer, zuverlässigerer Probentransport nicht nur Effizienz, sondern im Zweifel frühere Diagnosen und eine verlässlichere Versorgung. „Für uns zählt am Ende, dass die Probe schnell, sicher und nachverfolgbar im Labor ankommt. Mit dem Livebetrieb können wir zeigen, dass autonome Drohnenlogistik kein Zukunftsprojekt mehr ist, sondern im realen Leben funktioniert“, so Dr. Yuriko Stiegler, Ärztliche Leitung und Geschäftsführerin mvzlm Ruhr.

Innovation, die im Alltag funktioniert

Herzstück des Betriebs sind die von Urban Ray eigens entwickelten Drohnenhubs an beiden Standorten. Sie beladen, sichern und starten die Drohnen vollautomatisch, ohne dass Personal vor Ort eingreifen muss. Genau das macht das System besonders interessant, da es sich ohne zusätzlichen Aufwand in bestehende Abläufe integrieren lässt.

Dass die Technologie bereits heute praxistauglich ist, unterstreicht auch Urban Ray: „Essen zeigt, wie die Gesundheitsversorgung der Zukunft aussieht. Wir fliegen nicht zum Beweis, dass Drohnen fliegen können, das können sie schon lange. Wir fliegen, weil es für das Labor und das Krankenhaus schlicht der beste Weg ist, Proben zu transportieren. Diese Woche ermöglicht nun als nächstes den fortlaufenden Regelbetrieb“, sagt Cem Uyanik, Geschäftsführer der Urban Ray GmbH.

Essen als Vorreiter autonomer Medizin-Logistik

Die Flugwoche macht deutlich: Essen entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Praxisstandort für innovative Lösungen im Gesundheitswesen. Was im St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh und dem mvzlm Ruhr gezeigt wurde, kann künftig einen Beitrag dazu leisten, medizinische Logistik in der gesamten Region effizienter zu gestalten und damit die Versorgung für Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern.

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