Kinderchirurgie in Essen: Zwei Standorte, ein gemeinsames Team
Die kinderchirurgische Versorgung in Essen geht einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft: Die Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie des Elisabeth-Krankenhauses Essen und die Universitätsmedizin Essen arbeiten künftig als gemeinsames standortübergreifendes Team zusammen. Ziel der Kooperation ist es, die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen weiter zu stärken und Familien eine bestmögliche Behandlung aus einer Hand zu ermöglichen.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Berger bündeln beide Häuser ihre fachliche Expertise, stimmen Behandlungsstandards eng miteinander ab und übernehmen gemeinsam die medizinische Verantwortung für ihre Patientinnen und Patienten.
Behandlung richtet sich nach den Bedürfnissen des Kindes
Für Familien bedeutet die Zusammenarbeit vor allem eines: Der Behandlungsort wird ausschließlich anhand der medizinischen Anforderungen des jeweiligen Kindes ausgewählt. Diagnostik, Therapieplanung und Nachsorge erfolgen standortübergreifend und eng abgestimmt.
Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte begleiten die jungen Patientinnen und Patienten unabhängig vom jeweiligen Standort. So bleibt die Versorgung durchgängig organisiert und wichtige Informationen gehen nicht verloren.
Zwei Standorte mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Die Kooperation verbindet die jeweiligen Stärken beider Kliniken.
An der Universitätsmedizin Essen werden insbesondere hochkomplexe kinderchirurgische Eingriffe durchgeführt. Dazu gehören unter anderem Operationen bei Krebserkrankungen, angeborenen Fehlbildungen der Leber, der Gallenwege oder der Gallenblase sowie Eingriffe bei Kindern, die nach dem ersten Lebensjahr intensivmedizinisch betreut werden müssen.
Das Elisabeth-Krankenhaus Essen konzentriert sich vor allem auf ambulante, planbare und minimal-invasive Operationen. Besondere Erfahrung besteht außerdem in der Kindertraumatologie und Sportchirurgie. Ein weiterer Schwerpunkt liegt künftig auf der Behandlung anorektaler Fehlbildungen sowie des Morbus Hirschsprung, einer angeborenen Erkrankung des Darms, die zu einem Darmverschluss führen kann.
Ein gemeinsames Team für die Kinderchirurgie
Die Zusammenarbeit beschränkt sich nicht auf die Behandlung der Patientinnen und Patienten. Auch die Ärztinnen und Ärzte arbeiten standortübergreifend zusammen, wechseln regelmäßig zwischen beiden Kliniken und tauschen ihre Erfahrungen kontinuierlich aus.
Zum gemeinsamen Team gehören neben Prof. Dr. Michael Berger unter anderem Dr. Jan Sabo, Dr. Martin May und Dr. Sebastian Beltz. Auch die Weiterbildung der Assistenzärztinnen und Assistenzärzte findet an beiden Standorten statt.
Insgesamt arbeiten inzwischen 17 Ärztinnen und Ärzte in einem gemeinsamen kinderchirurgischen Team. Nach Angaben der Verantwortlichen hat sich zudem die Zahl der Bewerbungen für die Facharztweiterbildung bereits verdoppelt.
Eines der größten kinderchirurgischen Zentren im Ruhrgebiet
Bereits heute führen beide Standorte gemeinsam rund 1.650 Operationen pro Jahr durch. Damit zählt die Kooperation zu den größten kinderchirurgischen Zentren im Ruhrgebiet.
Für das laufende Jahr rechnen die Verantwortlichen mit einem weiteren Anstieg. Perspektivisch sollen jährlich rund 2.000 Operationen durchgeführt werden, um Kinder und Jugendliche aus Essen und der Region bestmöglich zu versorgen.
“Unser Ziel ist es, die kinderchirurgische Versorgung in Essen als gemeinsames, leistungsstarkes Zentrum weiterzuentwickeln. Wir bündeln die Stärken beider Standorte und schaffen für Familien eine klare, verlässliche Struktur – immer mit dem Anspruch, jedem Kind die bestmögliche Behandlung zu bieten“, erklärt Prof. Dr. Michael Berger.
Gemeinsam für eine starke Kinderchirurgie in Essen
Die Kooperation zeigt, wie sich medizinische Spitzenversorgung durch enge Zusammenarbeit weiterentwickeln lässt. Familien profitieren von kurzen Abstimmungswegen, einer gemeinsamen Expertise und einer Behandlung, die sich konsequent am individuellen Bedarf des Kindes orientiert. Gleichzeitig stärkt das gemeinsame Konzept die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses und die Zukunft der kinderchirurgischen Versorgung in Essen.
