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Welche Rolle spielen Blutgefäße bei schwarzem Hautkrebs?

Bei schwarzem Hautkrebs richtet sich der Blick häufig auf die Krebszellen selbst. Doch auch die Blutgefäße, die einen Tumor versorgen, können eine wichtige Rolle spielen. Sie beeinflussen, ob bestimmte Abwehrzellen des Immunsystems in den Tumor gelangen und dort wirken können.
Jun.-Prof. Dr. Lisa Becker ist Krebsbiologin mit besonderem Schwerpunkt auf dem Tumormikromilieu, insbesondere auf der Rolle von Blutgefäßen und Immunzellen. / Bildrechte: Alexandra Roth, Universität Duisburg-Essen

Bei schwarzem Hautkrebs richtet sich der Blick häufig auf die Krebszellen selbst. Doch auch die Blutgefäße, die einen Tumor versorgen, können eine wichtige Rolle spielen. Sie beeinflussen, ob bestimmte Abwehrzellen des Immunsystems in den Tumor gelangen und dort wirken können.

Wie genau dieses Zusammenspiel funktioniert, untersucht Jun.-Prof. Dr. Lisa Becker von der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Für ihre Forschung wurde sie in das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft aufgenommen.

Warum sind Blutgefäße für die Immunabwehr wichtig?

Blutgefäße versorgen einen Tumor nicht nur mit Blut. Sie können auch wie Tore für Immunzellen verstanden werden.

Jun.-Prof. Dr. Lisa Becker untersucht, wie die Zellen der Blutgefäßwand mit sogenannten T-Zellen kommunizieren. T-Zellen sind spezialisierte Abwehrzellen des Immunsystems. Sie können Krebszellen erkennen und zerstören.

Entscheidend ist dabei unter anderem, ob die T-Zellen über die Blutgefäße in den Tumor gelangen und dort ausreichend aktiviert werden. Funktioniert dies nicht, kann auch eine Immuntherapie an Wirksamkeit verlieren.

Welche Rolle spielt der Stoffwechsel der Zellen?

Ein Schwerpunkt der Forschung liegt auf dem Stoffwechsel. Das Essener Forschungsteam möchte besser verstehen, wie Stoffwechselvorgänge das Zusammenspiel von Tumorzellen, Blutgefäßzellen und Immunzellen steuern.

Dabei geht es insbesondere um die Frage, wie Blutgefäßzellen die Funktion der T-Zellen im Tumor beeinflussen.

Neue Erkenntnisse könnten helfen, bislang unbekannte Angriffspunkte gegen Krebs zu finden und Immuntherapien gezielter weiterzuentwickeln. Ob und wie sich daraus neue Behandlungsmöglichkeiten ergeben, ist Gegenstand der Forschung.

Könnten die Erkenntnisse auch bei anderen Krebsarten helfen?

Die Forschenden untersuchen nicht nur den schwarzen Hautkrebs. Sie wollen auch prüfen, ob sich ihre Ergebnisse auf andere Krebsarten übertragen lassen.

Darüber hinaus könnten die Erkenntnisse die Entwicklung neuer Bildgebungsverfahren und weiterer Therapieansätze voranbringen.

Wie wird die Forschung gefördert?

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat Jun.-Prof. Dr. Lisa Becker in ihr Emmy Noether-Programm aufgenommen. Das Programm unterstützt herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler dabei, eine eigene Forschungsgruppe aufzubauen und sich wissenschaftlich zu etablieren.

Für ihr Projekt erhält Becker von August 2026 bis Juli 2032 rund 1,4 Millionen Euro. Die Fördermittel fließen an ihr Labor in der Klinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Essen.

Das Projekt verbindet mehrere Fachgebiete. Jun.-Prof. Dr. Becker arbeitet mit weiteren Forschenden des Universitätsklinikums Essen und der Research Alliance Ruhr zusammen. Beteiligt sind unter anderem die Klinik für Kardiologie des Universitätsklinikums Essen sowie das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e. V. in Dortmund.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt:
Jun.-Prof. Dr. Lisa Becker
Klinik für Dermatologie des Universitätsklinikums Essen
Arbeitsgruppe „Tumormikroumgebung und vaskulärer Metabolismus“
E-Mail: lisamaria.becker@UK-Essen.de
Telefon: 0201 723-85367

Zum Emmy Noether-Programm:
Informationen der Deutschen Forschungsgemeinschaft

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