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Neuer Blick ins Herz: Photon-Counting-CT erweitert Herzdiagnostik im Elisabeth-Krankenhaus Essen

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Blick durch die runde Öffnung eines CT-Geräts mit zahlreichen Kabeln und technischen Bauteilen. Dahinter steht eine Gruppe von Mitarbeitenden in medizinischer Arbeitskleidung und weißen Kitteln, die lächelnd in die Kamera schaut und teilweise die Hände hebt.
Ein Blick durch die Geräteöffnung: Das Team freut sich über das neue CT (c) Monsters of Monsters of Media

Das Elisabeth-Krankenhaus Essen erweitert seine nichtinvasive Herzdiagnostik mit einem Photon-Counting-CT. Die neue Detektortechnologie ermöglicht hochauflösende Aufnahmen mit einer Schichtdicke von bis zu 0,2 Millimetern. Dadurch können Herzkranzgefäße, Verkalkungen und eingesetzte Stents besonders detailliert untersucht und Veränderungen genauer beurteilt werden.

Davon profitiert insbesondere die Diagnostik der koronaren Herzkrankheit (KHK). Bei der Erkrankung führen Ablagerungen zu Verengungen der Herzkranzgefäße und können die Blut- und Sauerstoffversorgung des Herzmuskels beeinträchtigen. Mögliche Folgen sind Brustschmerzen, Herzschwäche oder ein Herzinfarkt.

„Wir freuen uns wie Kinder über die Möglichkeiten, die uns dieses Gerät bietet“, sagt Prof. Dr. Oliver Bruder, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie und Ärztlicher Direktor des Elisabeth-Krankenhauses. „Das neue CT ist eine tolle Investition in moderne Medizin und Prävention. Wir können Veränderungen früher erkennen und sehr viel genauer entscheiden, welche Behandlung für die einzelne Patientin, den einzelnen Patienten sinnvoll ist.“

Drei Tonnen Hightech auf ungewöhnlicher Reise

Bevor das neue Photon-Counting-CT seine Arbeit in der Radiologie aufnehmen konnte, musste das rund drei Tonnen schwere Gerät zunächst an seinen Einsatzort gelangen. Mit einem großen Kran wurde es über das Gebäude des Elisabeth-Krankenhauses gehoben und durch ein eigens dafür ausgebautes Fenster in die Klinikräume eingebracht.

„Ein echtes Spektakel, das viele Schaulustige auf dem Klara-Kopp-Weg hatte. Eine Aufmerksamkeit, die diese neue Generation der Computertomographie verdient“, so Prof. Dr. Oliver Bruder.

Herzkranzgefäße ohne Kathetereingriff untersuchen

Mit einer Koronar-CT lassen sich die Herzkranzgefäße untersuchen, ohne dass ein Katheter bis zum Herzen vorgeschoben werden muss. In geeigneten Fällen kann die Untersuchung dazu beitragen, eine invasive Herzkatheteruntersuchung zu vermeiden.

„Wir bekommen hier Bilder in einer Detailgenauigkeit, die wir uns bisher nicht vorstellen konnten“, sagt Christina Karamarkou, Oberärztin der Klinik für Kardiologie und Angiologie.

Ein besonderer Vorteil der neuen Technik zeigt sich bei stark verkalkten Herzkranzgefäßen. Während Kalk auf herkömmlichen CT-Aufnahmen Teile eines Gefäßes verdecken kann, ermöglicht das Photon-Counting-CT eine getrennte Darstellung von Kalk und Kontrastmittel. So lässt sich besser beurteilen, wie weit ein Gefäß noch geöffnet ist und ob eine behandlungsbedürftige Verengung vorliegt.

Auch Stents genauer beurteilen

Die höhere Auflösung eröffnet zudem neue Möglichkeiten bei der Kontrolle von Stents. Die kleinen Gefäßstützen werden eingesetzt, um verengte Herzkranzgefäße offenzuhalten. Mit dem neuen CT lässt sich genauer erkennen, ob ein Stent weiterhin offen ist oder sich innerhalb des Stents erneut eine Engstelle gebildet hat.

„Wir erhalten aus einer einzigen Untersuchung sehr viele wichtige Informationen“, erklärt Karamarkou. „Damit können wir Diagnosen sicherer stellen und individualisierte Therapien besser umsetzen. Das bedeutet: Die Behandlung wird noch genauer auf den einzelnen Menschen und seine Erkrankung abgestimmt.“

Neben den Herzkranzgefäßen kann das Photon-Counting-CT auch die Durchblutung und mögliche Veränderungen des Herzmuskels darstellen. Die Ergebnisse unterstützen die beteiligten Fachabteilungen bei der gemeinsamen Planung der weiteren Behandlung.

Neue CT-Generation für die kardiale Bildgebung

„Die Herzgefäße sind besonders klein und hier ist die neue Technik ein großer Vorteil, aber am Ende profitieren alle Patient:innen“, sagt Prof. Dr. Kai Naßenstein, Leitender Oberarzt der Klinik für Radiologie. Je nach Untersuchung kann die Technik zudem dazu beitragen, die benötigte Menge an Kontrastmittel oder die Strahlendosis zu reduzieren. Beides wird individuell an die Patient:innen und die medizinische Fragestellung angepasst.

Für Prof. Dr. Oliver Bruder, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie und Ärztlicher Direktor des Elisabeth-Krankenhauses, ist die neue Technik auch eine Investition in Prävention und eine stärker individualisierte Medizin: „Wir können Veränderungen früher erkennen und sehr viel genauer entscheiden, welche Behandlung für die einzelne Patientin, den einzelnen Patienten sinnvoll ist.“

Im Zentrum für kardiale Bildgebung des Elisabeth-Krankenhauses Essen arbeiten Kardiolog:innen, Radiolog:innen und Medizinische Technolog:innen für Radiologie (MTR) interdisziplinär zusammen. Rund 3.500 Herz-CT-Untersuchungen werden dort in diesem Jahr durchgeführt. In den kommenden Jahren möchte das Team die Zahl auf rund 5.000 Untersuchungen jährlich steigern.

 

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