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DFG fördert Forschungsprojekt REACT

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Neue Therapieansätze gegen schwer behandelbaren Lymphdrüsenkrebs

Essener Forschung beteiligt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Forschungsprojekt REACT mit 3,2 Millionen Euro, um neue Behandlungsstrategien für seltene und besonders schwer therapierbare Formen von Lymphdrüsenkrebs zu entwickeln.

An dem bis Dezember 2028 laufenden Studienvorhaben sind Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen sowie ein Team der Universitätsmedizin Göttingen beteiligt. Rund 1,6 Millionen Euro der Fördersumme – etwa die Hälfte – gehen an die Forschenden in Essen.

Ziel: bessere Heilungschancen bei T-Zell-Lymphomen

Das Projekt REACT untersucht neue Wege zur Behandlung sogenannter T-Zell-Non-Hodgkin-Lymphome. Diese seltene Form von Lymphdrüsenkrebs entsteht aus fehlgesteuerten Abwehrzellen des Immunsystems und gilt häufig als besonders aggressiv und schwer behandelbar.

Ziel der Studie ist es, durch einen gezielteren Einsatz bestehender Therapien die Behandlung zu verbessern und die Heilungschancen der Patientinnen und Patienten deutlich zu erhöhen.

Bildgebung hilft bei der Therapieentscheidung

Im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens steht der Einsatz der PET-CT-Bildgebung. Diese Kombination aus Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Computertomographie (CT) ermöglicht es, frühzeitig zu erkennen, wie gut eine Chemotherapie wirkt.

Die Methode zeigt sowohl Stoffwechselaktivitäten von Tumorgewebe als auch anatomische Strukturen im Körper. So lässt sich feststellen, ob Patientinnen und Patienten von einer intensiveren Therapie mit Stammzelltransplantation profitieren könnten.

Zusammenarbeit vieler Spezialistinnen und Spezialisten

„REACT hat das Potenzial, einen neuen Behandlungsstandard für T-Zell-Lymphome zu definieren“, sagt Prof. Dr. Andreas Hüttmann, Leitender Oberarzt der Klinik für Hämatologie und Stammzelltransplantation am Universitätsklinikum Essen.

Entscheidend für das Projekt sei die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen:
Kliniker:innen, Nuklearmediziner:innen, Statistiker:innen und Studienzentren arbeiten gemeinsam an der Studie. Insgesamt 20 Universitätskliniken sind als Prüfzentren beteiligt.

Neben dem Essener Team ist die Universitätsmedizin Göttingen mit Prof. Dr. Gerald Wulf gleichberechtigt an dem Projekt beteiligt.

Der Projekttitel lautet:
„Allogene Zell-Therapie bei refraktären T-Zell-Lymphomen“.

Dabei steht ACT für Allogeneic Cell Therapy, während RE das Reagieren auf einen PET-Befund beschreibt.

DFG sieht klaren medizinischen Bedarf

In den Gutachten der Deutschen Forschungsgemeinschaft wird das Studienkonzept positiv bewertet. Die Studie adressiere einen klaren klinischen Bedarf, das Konzept sei gut begründet, und die beteiligten Zentren seien erfahren und hervorragend organisiert.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Andreas Hüttmann, Universitätsklinikum Essen, Klinik für Hämatologie und Stammzelltransplantation, andreas.huettmann@uk-essen.de, Tel. 0201/723-5136

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