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Glossar

Das Glossar soll Klarheit bringen, wie in dieser Informationsbrosch√ľre Begriffe verwendet werden. Es bietet kurze Erkl√§rungen einiger (Fach-) Begriffe aus dem Text.

Advanced Care Planning (ACP) / Vorausschauende Gesundheitsplanung zum Lebensende 

Siehe Abschnitt ‚ÄěGesetze, Verordnungen und Rahmenvereinbarungen im Kontext von Hospiz-¬†und Palliativversorgung‚Äú

Ambulanter Hospizdienst f√ľr Erwachsene

begleitet mit seinen geschulten ehrenamtlichen Mitarbeitenden gemeinsam mit hauptamtlichen Koordinatorinnen und Koordinatoren schwerstkranke Menschen und deren Angeh√∂rige √ľberall dort, wo die Betroffenen sind: im Krankenhaus, in Pflegeeinrichtungen und in h√§uslicher Umgebung in der letzten Lebensphase. Hospizliche Begleitung beruht auf der Entwicklung einer Vertrauensbeziehung zwischen Patientin bzw. Patient, Angeh√∂rigen und dem Hospizbegleiter oder der -begleiterin. Daher ist eine fr√ľhzeitige Kontaktaufnahme mit einem Hospizdienst sinnvoll. Hospizdienste unterst√ľtzen auch nach dem Tod des oder der Schwerst-kranken die Hinterbliebenen bei der Trauerbew√§ltigung.

Ambulanter Hospizdienst f√ľr Kinder und Jugendliche

unterst√ľtzt Familien mit einem lebensverk√ľrzend erkrankten Kind, oder Jugendlichen, jungen¬†Erwachsenen im famili√§ren Zuhause, im Krankenhaus und in einer Pflege- bzw. Wohneinrichtung. Ihm geh√∂ren geschulte ehrenamtliche Kinderhospizbegleiter und -begleiterinnen sowie hauptamtliche Koordinatoren und Koordinatorinnen an.

Je nach Bedarf der Familie richtet sich die Kinderhospizbegleitung an das erkrankte Kind, an die Eltern und/oder an die Geschwister. Neben der Entlastung im Alltag geh√∂ren auch Angebote wie Familiennachmittage, Elterntreffen und Geschwistergruppen zur ambulanten Kinderhospizarbeit. Eine weitere Besonderheit ist die oft langfristige Begleitung einer Familie, denn Kinderhospizarbeit kann auf Wunsch der Familie mit der Diagnose einer lebensverk√ľrzenden Erkrankung eines Kindes beginnen und bietet Begleitung auch nach dem Tod des Kindes an.

Ambulanter Palliativpflegedienst f√ľr Erwachsene

bietet qualifizierte palliativ-pflegerische Behandlungspflege an. Grundvoraussetzung f√ľr die¬†Teilnahme an den entsprechenden Rahmenvertr√§gen sind eine 24-st√ľndige Bereitschaft, eine Mindestzahl an ausgebildeten Fachkr√§ften und eine vertragliche Kooperation mit einem anerkannten ambulanten Hospizdienst. Die Grundpflege einer Patientin oder eines Patienten wird in der Regel von einem allgemeinen Pflegedienst fortgesetzt oder neu begonnen.

Allgemeine ambulante Palliativversorgung (AAPV)

ist eine hospizliche und palliative Versorgung, die √ľber die Regelversorgung hinausgeht. Anbieter sind √Ąrztinnen und √Ąrzte, die an entsprechenden Vertr√§gen teilnehmen, sowie Palliativpflegedienste (APD) und ambulante Hospizdienste.

Behandlungspflege

umfasst medizinisch-pflegerische Ma√ünahmen wie z. B. die Gabe von Medikamenten oder die¬†Wundversorgung. Sie wird vom behandelnden Arzt bzw. der behandelnden √Ąrztin verordnet. Diese Anordnungen werden durch Pflegekr√§fte umgesetzt bzw. ausgef√ľhrt. Die Behandlungspflege ist unabh√§ngig vom Pflegegrad.

Betreuungsverf√ľgung, Vorsorgevollmacht, Patientenverf√ľgung f√ľr Erwachsene

siehe Abschnitt ‚ÄěGesetze, Verordnungen und Rahmenvereinbarungen im Kontext von Hospiz-¬†und Palliativversorgung‚Äú

F√ľr Kinder und Jugendliche gibt es gemeinsam mit den Sorgeberechtigten besondere Regelungen mit Erkl√§rungen zum Vorgehen in Notfallsituationen (EVN) und/oder die sog. vorausschauende Gesundheitsplanung zum Lebensende (ACP).

Essener Palliativausweis

stellt die Kurzform einer Patientenverf√ľgung f√ľr Menschen mit einer rasch fortschreitenden¬†und zum Tode f√ľhrenden Erkrankung dar. Er wird gemeinsam von Patient bzw. Patientin und betreuendem Arzt bearbeitet und beinhaltet Aussagen zu den Behandlungsw√ľnschen f√ľr den Fall, dass der oder die Betroffene nicht mehr selbst entscheiden kann (z. B. Beatmung, Wiederbelebung, Krankenhauseinweisung). Dar√ľber hinaus sind alle wichtigen Kontaktpersonen und Institutionen mit Erreichbarkeiten aufgef√ľhrt. Da der Arzt bzw. die √Ąrztin die Richtigkeit der Angaben durch Unterschrift best√§tigt und zuvor den Willen auch des/der nicht mehr einwilligungsf√§higen Patienten ermittelt hat, kann der Palliativausweis z. B. auch f√ľr demenziell erkrankte Personen ausgestellt werden. Im Raum Essen sind alle Rettungskr√§fte √ľber die Bedeutung des Ausweises informiert.

Ethische Fallbesprechung (EFB)

ist ein strukturiertes und moderiertes, zeitlich begrenztes Gespr√§ch, in dem eine konkrete¬†(ethische) Fragestellung bzw. ein konkretes (ethisches) Dilemma im Zusammenhang mit einer Einzelperson bearbeitet wird. Ziel ist es, in der konkreten Situation den f√ľr alle Beteiligten ethisch verantwortbaren L√∂sungsweg zu erarbeiten und eine entsprechende Empfehlung auszusprechen. Die ethische Fallbesprechung kann mit Unterst√ľtzung eines Klinischen Ethikkomitees oder durch ein qualifiziertes Ethikteam erfolgen.

Fr√ľhe Integration von Palliativmedizin

ist die moderne Form der Behandlung/Begleitung von Menschen mit lebensbedrohlichen¬†Erkrankungen. Hierbei wird mit der palliativen und hospizlichen Begleitung erg√§nzend bereits w√§hrend der erkrankungsspezifischen Behandlung (z. B. Chemo- oder Strahlentherapie,¬†Behandlung einer Herzinsuffizienz, neurologische Therapie) begonnen. Wissenschaftliche¬†Untersuchungen haben gezeigt, dass sich so die Lebensqualit√§t der Erkrankten erheblich verbessern l√§sst. Eine fr√ľhe Integration der Palliativversorgung in die Behandlung erm√∂glicht die f√ľr diese Betreuung wichtige Beziehungsgestaltung zwischen den Hospiz- und Palliativversor-genden und dem Patienten bzw. der Patientin und seinen/ihren Zugeh√∂rigen und verbessert wesentlich die Behandlung.

Gespr√§chsbegleitung f√ľr eine vorausschauende Gesundheitsplanung zum Lebensende

siehe Abschnitt ‚ÄěGesetze, Verordnungen und Rahmenvereinbarungen im Kontext von Hospiz-¬†und Palliativversorgung‚Äú

Grundpflege (körperbezogene Pflegemaßnahmen)

steht Personen zu, denen ein Pflegegrad zuerkannt wurde. Hierzu geh√∂rt z. B. Unterst√ľtzung bei der K√∂rperpflege, Mobilit√§t oder Nahrungsaufnahme.¬†Die hauswirtschaftliche Versorgung und Hilfen bei der Durchf√ľhrung √§rztlicher Verordnungen (z. B. Versorgung mit Medikamenten) z√§hlen nicht dazu.

Hospizkoordinator, -koordinatorin Siehe Ambulanter Hospizdienst

KinderPalliativNetz (KPN) Essen

ist ein Angebot der ambulanten Hospiz- und Palliativversorgung f√ľr lebensverk√ľrzend erkrankte¬†Kinder und Jugendliche und deren Familien in der Versorgungsregion Ruhrgebiet. Von der Diagnosestellung bis √ľber den Tod des Kindes hinaus bietet das KPN ein umfassendes Beratungs-, Begleitungs-, Unterst√ľtzungs- und Entlastungsangebot (z. B. Palliative-Care-Beratung, Sozialarbeit, ambulanter Kinderhospizdienst, SAPV f√ľr Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene,¬†Trauerbegleitung).

Klinisches Ethikkomitee

siehe ethische Einzelfallberatung, i. d. R. Einrichtung innerhalb eines Krankenhauses

Logopädie

gehört zur multiprofessionellen Palliativversorgung und ist eine medizinische Fachdisziplin, die Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- oder Hörbeeinträchtigungen zum Gegenstand hat.

Multiprofessionelles Team

ist ein Team aus Fachleuten verschiedener Fachdisziplinen und Berufe wie z. B. Logopädie, Ernährungsberatung, Physiotherapie, Ergotherapie, Seelsorge, Sozialarbeit, Psychologie, ehrenamtliche Hospizmitarbeit, hauptamtliche Hospizkoordination, Medizin, Pflege und aller weiteren, die im Umfeld der Betroffenen tätig sind. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel der

Wiederherstellung oder des Erhalts der Lebensqualit√§t. In sogenannten Fallkonferenzen entwickeln sie gemeinsam das f√ľr den Patienten oder die Patientin beste und von ihm bzw. ihr gew√ľnschte Behandlung- und Betreuungskonzept.

Mutmaßlicher Wille

des oder der Betroffenen ist immer dann zu ermitteln, wenn keine Patientenverf√ľgung vorliegt oder die Festlegungen in einer Patientenverf√ľgung nicht auf die aktuelle Lebens- und Behandlungssituation zutreffen.

Palliativambulanz

ist eine Einrichtung f√ľr ambulante Patientinnen und Patienten mit dem Angebot einer spezialisierten Palliativversorgung ohne eine h√§usliche Versorgung. Diese kann allerdings in Kooperation mit einem Dienst der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung zus√§tzlich angeboten werden.

Palliativarzt-, ärztin

Jeder Arzt und jede √Ąrztin kann Palliativpatienten und -patientinnen betreuen. Dar√ľber hinaus gibt es √Ąrzte und √Ąrztinnen mit spezieller Ausbildung (Zusatzbezeichnung Palliativmedizin). Diese k√∂nnen im Bedarfsfall hinzugezogen werden.

Palliative Care

siehe Palliativversorgung

Palliativdienst im Krankenhaus

stellt die spezialisierte Palliativversorgung im Krankenhaus f√ľr Patienten auch au√üerhalb von¬†Palliativstationen sicher. Es ist ein festes Team aus einem Palliativarzt oder einer Palliativ√§rz-tin, einer Palliativfachpflegekraft und einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin aus einem psychosozialen Beruf mit Fachkenntnissen im Hospiz- und/oder Palliativbereich.

Palliativpatient, -patientin

ist ein Mensch mit einer schweren, lebensbegrenzenden Erkrankung, bei dem eine Heilung nicht mehr möglich ist. Siehe auch Palliativversorgung.

Palliativstation

ist als eine Form der station√§ren spezialisierten Palliativversorgung Teil eines Krankenhauses. Sie steht f√ľr Patientinnen und Patienten mit einer nicht heilbaren Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung zur Verf√ľgung mit dem Ziel der Verbesserung der Lebensqualit√§t. Voraussetzung f√ľr eine Aufnahme ist eine Krankenhausbehandlungsbed√ľrftigkeit. Diese ergibt sich¬†auf Grund einer komplexen Symptom- oder Problembelastung, Unsicherheiten bez√ľglich des Therapieziels, einer aufwendigen medizinischen oder pflegerischen Versorgung sowie bei √úberforderung oder Unsicherheit der h√§uslichen Versorgung. Die Behandlung und Begleitung auf einer Palliativstation erfolgen durch ein eigenst√§ndiges, spezialisiertes, qualifiziertes und multiprofessionelles Team. Die Palliativstation ist eine eigenst√§ndige organisatorische und r√§umliche Einheit.

Palliativtagesklinik

ist ein Angebot der spezialisierten Palliativversorgung im Krankenhaus f√ľr Patientinnen und¬†Patienten, die der Diagnose- und Therapiem√∂glichkeiten eines Krankenhauses bed√ľrfen, denen aber eine An- und Abreise innerhalb eines Tages zugemutet werden kann. Die Betreuung¬†erfolgt durch ein multiprofessionelles Palliativteam. Die H√§ufigkeit des Aufenthaltes kann¬†erheblich variieren zwischen einmal im Quartal und mehreren Tagen hintereinander. Diese Einrichtung wird auch im Rahmen der fr√ľhen Integration benutzt.

Palliativversorgung¬†(Synonyme: Palliative Care, Palliativ- und Hospizversorgung, Palliativmedizin) ist ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualit√§t von Patientinnen und Patienten und deren Familien, die mit Problemen konfrontiert sind, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung¬†einhergehen. Ihre Methoden sind das Vorbeugen und Lindern von Leiden, fr√ľhzeitiges Erkennen, sorgf√§ltiges Einsch√§tzen und Behandeln von Schmerzen und anderen belastenden¬†Beschwerden k√∂rperlicher, psychosozialer und spiritueller Art (Definition der World Health¬†Organisation 2002). Um dieses Ziel erreichen zu k√∂nnen, beinhaltet die Palliativversorgung multidisziplin√§re und sektoren√ľbergreifende Angebote der Behandlung und Begleitung. Die unterschiedlichen Anbieter arbeiten in Netzwerken zusammen und tauschen sich gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten √ľber M√∂glichkeiten der Unterst√ľtzung aus. Palliativmedizin/Palliativversorgung bejaht das Leben und sieht das Sterben als nat√ľrlichen Prozess; weder beschleunigt sie den Tod noch z√∂gert sie ihn hinaus.

Physiotherapie (Krankengymnastik und physikalische Therapie)

gehört zur multiprofessionellen Palliativversorgung, z. T. mit spezieller Palliativausbildung. Es gibt Physiotherapeutinnen und -therapeuten mit zusätzlichen Qualifikationen, wie z. B. Lymphdrainage und Atemtherapie.

Qualifizierter Palliativarzt, qualifizierte Palliativärztin

(QPA, nur in NRW m√∂glich) ist ein niedergelassener Facharzt bzw. eine niedergelassene Fach√§rztin mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin, der/die an speziellen Vertr√§gen mit den Krankenkassen teilnimmt und eine 24-st√ľndige Hinfahrbereitschaft f√ľr den Patienten oder die Patientin sicherstellt. Der Hausarzt bzw. die Haus√§rztin kann an den oder die QPA √ľberweisen.

Sozialarbeit/-dienst

geh√∂rt zur multiprofessionellen Palliativversorgung. Er bietet psychosoziale Beratung sowie¬†Unterst√ľtzung bei sozialrechtlichen Fragen, Antragstellungen sowie Vermittlung und Koordination notwendiger Hilfen. Er kann in akuter Situation in Anspruch genommen werden oder auch als kontinuierliche psychosoziale Beratung im Krankheitsverlauf, in dem sich Situationen, Belastungen und Unterst√ľtzungsbedarf ver√§ndern. Das Angebot richtet sich an Patientinnen und Patienten und ihre Zugeh√∂rigen.

 

Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) f√ľr Erwachsene

soll ein m√∂glichst langes Verbleiben und auch Sterben in der h√§uslichen Umgebung auch¬†bei schwierigen Erkrankungssituationen und hohem Betreuungsaufwand erm√∂glichen. Diese Versorgung kann von jedem/jeder Haus-, Facharzt/-√§rztin und in Ausnahmef√§llen auch vom Krankenhaus verordnet werden (Formular 63). Der Rechtsanspruch hierauf gilt ausdr√ľcklich auch f√ľr B√ľrgerinnen und B√ľrger in Einrichtungen der station√§ren Alten- und Behindertenhilfe.¬†Die Kosten f√ľr die Betreuung werden von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.¬†Im Palliative-Care-Team der SAPV sind √Ąrztinnen und √Ąrzte mit der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin, die √ľberwiegend oder hauptamtlich in diesem Bereich t√§tig sind, und Fachpflegepersonen mit Palliative-Care-Zertifikat und Erfahrung gemeinsam t√§tig. Es bestehen vertragliche Kooperationen mit den ambulanten Hospizdiensten sowie mit speziellen Apotheken sowie eine enge Vernetzung mit Sanit√§tsh√§usern sowie Therapeuten und Therapeutinnen. Es gilt¬†eine 24-Stunden-Hinfahrbereitschaft an 7 Tagen die Woche.

Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) f√ľr Kinder und Jugendliche

wird von speziell f√ľr diese Altersgruppen ausgebildeten Palliative-Care-Teams angeboten.

Spiritual Care / Seelsorge

geh√∂rt zur multiprofessionellen Palliativversorgung. Ansprechpartner im Netzwerk/Team z. T.¬†mit spezieller Palliativausbildung stehen f√ľr spirituelle und religi√∂se Fragen und Unterst√ľtzung zur Verf√ľgung. Diese Unterst√ľtzung ist nicht an eine bestimmte Glaubens√ľberzeugung oder Religion gebunden.

Station√§res Hospiz f√ľr Erwachsene

ist eine Einrichtung f√ľr Schwerstkranke und Sterbende, deren verbleibende Lebenszeit absehbar (d. h. ca. 3 bis 6 Monate) ist, die auch unter Aussch√∂pfung aller ambulanten Versorgungsm√∂glichkeiten nicht zu Hause betreut werden k√∂nnen und bei denen keine Krankenhausbehandlung notwendig ist.

Zur Aufnahme in ein station√§res Hospiz wird die √Ąrztliche Bescheinigung zur Feststellung der Notwendigkeit vollstation√§rer Hospizversorgung nach ¬ß 39a Abs. 1 SGB V ben√∂tigt, damit das Hospiz den entsprechenden Antrag zur Kosten√ľbernahme an die Krankenkasse stellen kann (Antrag auf vollstation√§re Hospiz- und Pflegeleistungen nach ¬ß 39a Abs. 1 SGB V und ¬ß 43 SGB XI). F√ľr gesetzlich krankenversicherte Menschen ist der Aufenthalt in einem station√§ren Hospiz kostenfrei. Privat versicherten Betroffenen wird empfohlen, eine Kostenzusage ihrer Kasse vor der Aufnahme im station√§ren Hospiz einzuholen.

Stationäre Kinder- und Jugendhospize

k√∂nnen von Familien f√ľr ihr lebenszeitverk√ľrzend erkranktes Kind ab dem Zeitpunkt der Diagnosestellung in Anspruch genommen werden. Die Aufenthalte k√∂nnen geplant, in Krisen oder in der Lebensendphase stattfinden. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum 27.¬†Lebensjahr k√∂nnen ein station√§res Kinder- und Jugendhospiz besuchen. Den Familien entstehen keine Kosten.

Trauerbegleitung

Trauer ist keine Krankheit, sondern vielmehr nat√ľrliche und gesunde Reaktion auf Verluste und Abschiede im Leben. Oft bieten Familie und soziales Umfeld in Zeiten der Trauer eine gute Unterst√ľtzung, um die Trauer ausleben und bew√§ltigen zu k√∂nnen. Es kann hilfreich sein, sich mit anderen betroffenen Menschen auszutauschen oder mit einem/einer qualifizierten Trauerbegleiter bzw. -begleiterin den Weg in ein Leben mit dem Verlust zu finden. Die Begleitung erfolgt in Gruppen, als Trauercaf√© oder in Einzelgespr√§chen mit anerkannten Trauerbegleitenden. Bei besonders belastenden Trauerreaktionen kann die Inanspruchnahme weiterer Professionen notwendig und hilfreich sein.

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