Kleines Spielzeug, große Wirkung – Stiftung Universitätsmedizin finanziert Kinder-MRT-Spielzeug für die Kinderklinik der Universitätsmedizin Essen
Weniger Angst vor der Untersuchung: Die Stiftung Universitätsmedizin hat für die Kinderklinik der Universitätsmedizin Essen ein Spielzeug-MRT-Gerät im Wert von 800 Euro angeschafft. Das detailgetreue Spielzeug entspricht in Aussehen und Geräuschkulisse einem echten Magnetresonanztomographen und wird künftig in der kindgerechten Aufklärung vor MRT-Untersuchungen eingesetzt. Ziel ist es, jungen Patientinnen und Patienten die Abläufe verständlich zu erklären und ihnen so die Sorge vor der Untersuchung zu nehmen.
„In die Röhre“ zu müssen, ist bereits für Erwachsene unangenehm. Hinter dem umgangssprachlichen Ausdruck verbirgt sich die Magnetresonanztomographie (MRT), ein bildgebendes Verfahren, das ohne Strahlenbelastung auskommt. Der rotierende Magnet erzeugt jedoch sehr laute Klopf- und Brummgeräusche, zudem empfinden viele Menschen die enge Untersuchungsröhre als belastend. Für Kinder stellt diese Situation häufig eine besondere Herausforderung dar.
„Viele jungen Patientinnen und Patienten der Kinderklinik müssen im Verlauf ihrer stationären Behandlung in ein MRT“, erklärt Dr. Adela Della Marina, Oberärztin in der Abteilung für Neuropädiatrie der Kinderklinik der Universitätsmedizin Essen. Bei onkologischen Erkrankungen, bei Untersuchungen von Gehirn, Rückenmark, Bauchorgane Herz und Lunge oder im Rahmen der Betreuung nach Transplantationen sind diese Untersuchungen unverzichtbar. Für aussagekräftige Bilder ist es erforderlich, während der Untersuchung ruhig zu liegen. Gerade jüngere Kinder werden deshalb bislang häufig sediert bzw. brauchen dafür eine Narkose. Dies setzt die Begleitung durch eine Narkoseärztin oder einen Narkosearzt voraus und führt aufgrund begrenzter Kapazitäten mitunter zu längeren Wartezeiten.
Das neue Spielzeug-Kinder-MRT ermöglicht es nun, die Untersuchungssituation mit den Kindern realitätsnah zu besprechen. Per Knopfdruck ertönen dieselben Geräusche wie bei einem echten Gerät. Kinder können spielerisch erleben, was sie erwartet, Fragen stellen und Unsicherheiten abbauen.
„Es ist eine sehr kindliche und spielerische Art der Aufklärung. Wenn Kinder die Abläufe kennen, verlieren sie einen Teil ihrer Angst vor der Untersuchung“, erläutert Dr. Della Marina. „Unsere Hoffnung ist, dass insbesondere Kinder im Alter von fünf oder sechs Jahren, aber auch ältere Kinder, die Angst vor der Untersuchung haben, dadurch häufiger ohne Sedierung untersucht werden können. Das erleichtert die Abläufe und kommt letztlich auch der Behandlung zugute.“
Angeschafft wurde das Kinder-MRT aus Spendengeldern durch die Stiftung Universitätsmedizin. Dr. Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Universitätsmedizin, betont die Bedeutung solcher gezielten Unterstützungen: „Manchmal sind es die kleinen Dinge, die eine deutliche Verbesserung und damit eine große Wirkung erzielen können. Auch die Anschaffung eines solchen Kinder-MRT-Geräts ist nur durch Spenden möglich. Sie tragen dazu bei, den Klinikalltag für junge Patientinnen und Patienten spürbar zu verbessern.“
Das Spielzeug-MRT-Gerät steht beispielhaft für das Engagement der Stiftung Universitätsmedizin, mit ihrer Förderung die Krankenversorgung über die Grundversorgung hinaus zu verbessern. Die weiteren Ziele der Arbeit sind Unterstützung der Ausbildung des medizinischen Nachwuchses und die Anschubfinanzierung innovativer Förderprojekte.
