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Premiere im Ruhrgebiet: Neue minimalinvasive OP-Methode zur Behandlung von Mitralklappenerkrankungen am Elisabeth-Krankenhaus Essen

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Gruppenfoto eines medizinischen Teams in einem Klinikfoyer. Neun Personen in grüner OP-Kleidung stehen nebeneinander vor einem großen, farbigen Glasfenster mit abstrakten und figürlichen Motiven in Grün-, Rot- und Weißtönen. Zwei weitere Männer befinden sich im Vordergrund: Links sitzt ein Mann mit grauem Haar und Brille in dunkelblauer Kasack-Oberbekleidung und heller Hose. Er hält eine geöffnete Schachtel mit einer rechteckigen Torte, auf der unter anderem „SM3 Case #1“ und „FIRST im POTT“ zu lesen ist. Rechts kniet ein Mann in grüner OP-Kleidung und hält eine rote Box mit der Aufschrift „Your first patient with the SAPIEN M3 system“. Die Gruppe blickt in die Kamera und wirkt stolz und zufrieden. Der Boden ist hell gefliest, seitlich stehen schwarze Sitzbänke.
Das Team des Herzkatheterlabors der Klinik für Kardiologie und Angiologie am Elisabeth-Krankenhaus Essen hat am 11. Februar 2026 erstmals im Ruhrgebiet einen neuen Herzklappenersatz eingesetzt. (c) Elsharabassy

Das Team des Herzkatheterlabors der Klinik für Kardiologie und Angiologie am Elisabeth-Krankenhaus Essen hat am 11. Februar 2026 erstmals im Ruhrgebiet einen neuen Herzklappenersatz eingesetzt. Nicht nur das verwendete Mitralklappenersatzsystem SAPIEN M3 des Unternehmens Edwards Lifesciences ist neu. Auch die Möglichkeit, dass diese über die Leistenvene in einer minimalinvasiven Operation eingesetzt werden kann, ist eine Innovation.

„Ich freue mich, dass unser Team so neuartige Behandlungsmöglichkeiten für Patient:innen anbieten kann. Wir haben dafür im Vorfeld trainiert, um uns mit dem neuen Mitralklappenersatz und deren Einsatz vertraut zu machen. Es ist eine Innovation für unsere Klinik und eine tolle Chance für Patient:innen, die mit anderen Operationsmethoden nicht behandelt werden können,“ erklärt Moaaz Elsharabassy, Oberarzt und Leiter des Herzkatheterlabors. Bisher war der Einsatz einer solchen Klappe mit einer großen Operation verbunden, bei der ein chirurgischer Zugang zur Herzspitze geschaffen wurde. Daher ist diese Methode nicht für alle Patient:innen geeignet. Nun haben Patient:innen, die für den bisherigen Eingriff nicht in Frage kommen, eine neue Option. Die neue Methode ist die weltweit erste zugelassene Transkatheter-Mitralklappenersatztherapie, die den transfemoralen Zugang, also über die Leistenvene, nutzt. Für die Therapie von Mitralklappenerkrankungen ist der innovative Klappenersatz ein zukunftsweisender Meilenstein und eine gute Option für bisher inoperable Patient:innen, deren Therapie ausgeschöpft ist.

Das Elisabeth-Krankenhaus ist nach der Universitätsklinik Köln sowie des Herz- und Diabeteszentrums in Bad Oeynhausen die dritte Klinik in Nordrhein-Westfalen, die das neue Mitralklappenersatzsystem SAPIEN M3 verwendet. Dr. Thomas Schmitz, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie, freut sich: „Es ist für uns ein besonderer Meilenstein, dass wir deutschlandweit als eines der ersten nicht-universitären Herzzentren dieses innovative Verfahren etablieren konnten.“

Das neue Mitralklappensystem wird in zwei Schritten minimalinvasiv über eine lenkbare Führungshülse eingebracht. Zuerst wird ein sogenanntes Dock im Herzen eingebracht. Vergleichbar mit einem Ankerplatz. Dies dient der sicheren Befestigung der neu implantierten Mitralklappe im zweiten Schritt, die die alte Klappe vollständig ersetzt. Die Operation ist dabei sehr anspruchsvoll. Der Zugang über die Leistenvene ist sehr schonend für Patient:innen, erfordert aber ein sehr gutes Verständnis der Herzstruktur und deren echokardiographischen Darstellung auf dem Bildschirm während des Eingriffs. Schmitz betont: „Das ist absolute Teamarbeit. Wir sind hier im Herzkatheterlabor eingespielt und können uns aufeinander verlassen, was bei der Einführung neuer Methoden unerlässlich ist.“

Gleich zwei Patient:innen konnten an diesem Tag mit dem neuen System versorgt werden. Beiden geht es gut und befinden sich nun im Genesungsprozess.

 

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