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Barrierefreie Gesundheitsversorgung: Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen in Essen e.V. bittet Gesundheitspartner um Unterstützung

Illustration eines Beratungsgesprächs in einer hellen Praxis oder einem Therapieraum. Links sitzt eine Frau mit dunklen Haaren in einem Rollstuhl und lächelt ihrer Gesprächspartnerin zu. Rechts sitzt eine Person in einem Sessel, leicht von hinten dargestellt, und gestikuliert während des Gesprächs. Im Hintergrund befinden sich ein Sofa mit Kissen, mehrere Zimmerpflanzen und ein abstraktes Wandbild. Die freundliche Gestaltung vermittelt eine offene, barrierefreie und wertschätzende Gesprächsatmosphäre.
Barrierefreie Kommunikation und Beratung (c) Pixabay

Digitaler Fragebogen bildet Grundlage für neues Gesundheitspartner-Verzeichnis

Eine barrierefreie Arztpraxis oder Therapieeinrichtung zu finden, ist für viele Menschen mit Behinderung noch immer eine große Herausforderung. Um die Versorgung transparenter zu machen, startet die Stadt Essen eine umfassende Datenerhebung zur Barrierefreiheit im Gesundheitswesen.

Das Amt für Soziales und Wohnen der Stadt Essen versendet dazu digitale Fragebögen an Arzt- und Therapiepraxen, Apotheken sowie weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens. Ziel ist der Aufbau eines digitalen Gesundheitspartner-Verzeichnisses, das Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen künftig dabei unterstützt, passende medizinische Angebote leichter zu finden.

Barrierefreiheit umfasst weit mehr als einen stufenlosen Zugang

Barrierefreiheit bedeutet für verschiedene Menschen unterschiedliche Anforderungen. Während Menschen mit Mobilitätseinschränkungen beispielsweise auf stufenlose Zugänge, breite Türen, Haltegriffe oder höhenverstellbare Untersuchungsliegen angewiesen sind, benötigen blinde oder sehbehinderte Menschen Orientierungshilfen und taktil erfassbare Informationen.

Für Menschen mit Hörbehinderung können induktive Höranlagen oder eine gute Beleuchtung entscheidend sein. Gehörlose Menschen profitieren von Angeboten in Gebärdensprache, während Menschen mit kognitiven Einschränkungen häufig Informationen in Leichter Sprache benötigen.

Ein einzelnes Merkmal der Barrierefreiheit reicht deshalb nicht aus, um die tatsächliche Zugänglichkeit einer Einrichtung beurteilen zu können.

Gemeinsames Projekt für mehr Teilhabe

Das Gesundheitspartner-Verzeichnis ist eine Initiative der Mitwirkenden des Aktionsplans Essen inklusiv. Die Angaben aus den Fragebögen werden als Selbstauskunft erfasst und in ein digitales Verzeichnis übernommen.

So entsteht künftig eine übersichtliche Informationsplattform, die sichtbar macht, welche Einrichtungen für welche Personengruppen gut erreichbar und nutzbar sind. Das erleichtert Betroffenen und ihren Angehörigen die Suche nach geeigneten medizinischen Angeboten und stärkt die gesundheitliche Teilhabe in Essen.

Unsere Bitte an alle Gesundheitspartner

Wenn Sie den digitalen Fragebogen der Stadt Essen erhalten, bitten wir Sie herzlich, diesen sorgfältig und möglichst vollständig auszufüllen.

Mit Ihrer Teilnahme leisten Sie einen wichtigen Beitrag dazu, Barrieren sichtbar zu machen und die medizinische Versorgung für Menschen mit Behinderungen nachhaltig zu verbessern. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass Gesundheitsangebote in Essen für alle Menschen leichter zugänglich werden.

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