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Die Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen in Essen e.V. (ARGE) und die WIESE e.V. rücken zusammen.

Logo Wiese e.V.
Drei Personen stehen nebeneinander an einem hohen Rednerpult in einem hellen Innenraum. In der Mitte spricht eine Person mit kurzem braunem Haar in ein Handmikrofon und liest dabei aus einem Blatt Papier. Links daneben steht eine weitere Person im dunklen Anzug, die ebenfalls auf Unterlagen blickt. Rechts steht eine Person in schwarzer Kleidung, die mit den Händen gestikulierend spricht; vor ihr befindet sich ein weiteres Mikrofon auf einem Stativ. Auf dem Rednerpult steht eine kleine Glasvase mit frischen Blumen. Im Hintergrund ist eine Glastür zu sehen, durch die Tageslicht einfällt und ein Außenbereich erkennbar ist. Die Szene wirkt wie ein formeller Programmpunkt bei einer Veranstaltung oder Zeremonie.
André Beermann (WIESE) und Angela Ströter (ARGE) tragen die Leitlinien gemeinsam vor. Sie werden von einer Gebärdensprache-Dolmetscherin unterstützt. (Foto von Peter Konrad)
Mehrere erwachsene Personen sitzen dicht beieinander an Tischen in einem hellen Veranstaltungsraum und blicken aufmerksam nach vorne. Im Vordergrund sitzt eine Person mit schulterlangem blondem Haar und schwarzer Brille, bekleidet mit einem beigefarbenen Blazer über einem dunklen Oberteil. Neben und hinter ihr sitzen weitere Personen in formeller bis halbformeller Kleidung, teils mit Brillen. Auf den Tischen stehen Wassergläser, Sektgläser und Karaffen. Große Fenster im Hintergrund lassen Tageslicht herein und geben den Blick auf Bäume und Grünflächen frei. Die Atmosphäre wirkt konzentriert und ruhig, wie bei einem Vortrag oder einer offiziellen Veranstaltung.
Bürgermeisterin Julia Klewin, Stadtdirektor Peter Renzel und Leiter des Amts für Soziales und Wohnen gehörten zu den prominenten Gästen (Foto von Peter Konrad)
Mehrere Personen stehen in einer Reihe in einem hellen Raum mit Holzfußboden. Sie tragen große, ausdrucksstarke Masken mit überzeichneten Gesichtern und sind unterschiedlich kostümiert, teils mit Kitteln, Schürzen oder Jacken. In ihren Händen halten sie Reinigungsutensilien wie Besen, Handfeger, Eimer und Bürsten. Eine Person rechts im Bild steht leicht vor der Gruppe und hält einen Metalleimer, während andere ihr aufmerksam zugewandt sind. Im Hintergrund sind eine weiße Wand, ein Fenster mit Tageslicht sowie ein Rollator zu erkennen. Die Szene wirkt wie eine szenische Darstellung oder ein Auftritt mit symbolischem oder theatralem Charakter.
Das Maskentheater anders eben während der Performance (Foto von Angela Ströter)

Beim Neujahrsempfang der ARGE präsentierten die beiden Vereine gemeinsame „Leitlinien“ für eine Gesunde Stadt Essen, als Beitrag für Lebensmut und solidarisches Miteinander – und als Versprechen an die Verantwortlichen der Stadt, an die Essener Selbsthilfegruppen und an die Unterstützer der Selbsthilfeidee.

Wörtlich heißt es in den Leitlinien unter anderem: „Die Würde des Menschen hochzuhalten und zu stärken bei Handicaps, bei Behinderungen, bei Krankheiten, bei unterschiedlicher Völkerzugehörigkeit, bei unterschiedlicher Religionszugehörigkeit. Es gibt nicht die in der ersten Reihe und die in der zweiten Reihe, es gibt nicht die Klugen und die Idioten, es gibt nicht Die Da und Wir. Jeder Mensch ist gleich viel wert. Das gehört zum Credo unserer Arbeit.“

WIESE e.V. und ARGE begreifen diese Leitlinien als Versprechen und Beitrag „für eine aktive Zivilgesellschaft dieser wundervollen Stadt im Herzen des Ruhrgebiets – gegen Stigmatisierung, gegen Ausgrenzung, gegen Diffamierung, gegen Rassismus, für ein solidarisches Miteinander“.

Stadtdirektor Peter Renzel betonte in seinem Grußwort anlässlich des Neujahrsempfangs der ARGE mit klaren Worten ebenfalls die politische Zurückweisung von Behindertenfeindlichkeit u.a.m. an die Adresse der AfD. Deshalb war auch der Beifall für den Stadtdirektor nicht nur freundlicher Applaus, sondern lautstarke Demonstration einer klaren, eindeutigen Haltung in unserer Stadtgesellschaft.

Die Leitlinien können nachgelesen werden auf den Websites von ARGE und WIESE e.V.

Im kulturellen Teil des Neujahrsempfangs entführte das „Maskentheater anders eben“ unter der Leitung von Marion Gerlach-Goldfuß die Teilnehmenden in eine Phantasiewelt. Mit ihrem Walking-Act in selbst gestalteten Masken und bunten Kostümen zogen die Künstler*innen die Gäste in ihren Bann. Das Maskentheater ist eine inklusive Theatergruppe von Menschen mit und ohne Behinderung, in der Inklusion, Respekt und Menschenwürde vorbildlich gelebt werden.

Gemeinsame Leitlinien der ARGE und der WIESE in einfacher Sprache zum Download

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