Elisabeth-Krankenhaus Essen erhält WHO- und UNICEF-Auszeichnung als „Babyfreundliches Krankenhaus“
Wer ein Kind erwartet, wünscht sich eine Geburt, bei der sich die ganze Familie gut begleitet fühlt. Die Auszeichnung „Babyfreundliches Krankenhaus“ steht für eine Geburtshilfe, die die Bedürfnisse von Eltern und Neugeborenen besonders in den Blick nimmt. Das Elisabeth-Krankenhaus Essen hat diese Zertifizierung nach den Kriterien von WHO und UNICEF jetzt erhalten.
Die Auszeichnung bestätigt die familienorientierte Geburtshilfe des Krankenhauses. Sie ist zugleich das Ergebnis eines intensiven Entwicklungsprozesses. In den vergangenen Jahren hat das Elisabeth-Krankenhaus Essen seine familienorientierte Geburtshilfe konsequent weiterentwickelt und den Fokus auf Stillförderung, Bonding und bindungsorientierte Begleitung noch stärker in allen Bereichen verankert. Zahlreiche Schulungen, gemeinsame Standards und die enge Zusammenarbeit von Geburtshilfe, Kinderklinik, Pflege, Hebammen und Elternschule haben dazu beigetragen, die hohen Anforderungen der WHO-/UNICEF-Initiative nachhaltig im Klinikalltag zu etablieren.
Was bedeutet „Babyfreundliches Krankenhaus“?
Die WHO-/UNICEF-Initiative „Babyfreundlich“ verfolgt das Ziel, Eltern beim Aufbau einer sicheren Bindung zu ihrem Kind und beim Stillen bestmöglich zu unterstützen.
Grundlage sind die sogenannten „Zehn Schritte zum Babyfreundlichen Krankenhaus“. Dazu gehören unter anderem der unmittelbare Hautkontakt nach der Geburt, eine intensive Beratung zum Stillen, Rooming-in sowie die konsequente Förderung der Eltern-Kind-Bindung.
Diese Prinzipien werden im Elisabeth-Krankenhaus Essen bereits seit Jahren gelebt. Mütter, Väter und Familien erhalten umfassende Beratung und individuelle Begleitung – unabhängig davon, welchen Weg sie für die Ernährung oder Versorgung ihres Kindes wählen. Ziel ist es stets, Familien Sicherheit zu geben und ihnen einen guten Start ins gemeinsame Leben zu ermöglichen.
Ein gemeinsamer Weg zur Zertifizierung
Hinter der erfolgreichen Zertifizierung steht ein engagiertes, interdisziplinäres Projektteam: Sandra Altenfeld (Stillbegleiterin), Nicole Hindenburg (Leitung der Station Maria), Mareike Doerper (Leitende Hebamme), Dr. Daniela Reitz (Chefärztin der Frauenklinik) und Daniel Witt (Referent der Geschäftsführung) haben den Prozess über knapp zwei Jahre hinweg maßgeblich gestaltet. Sie koordinierten Schulungen, entwickelten Strukturen weiter und führten die vielen einzelnen Maßnahmen zusammen, die letztlich zur Zertifizierung führten.
“Die Auszeichnung ist für uns eine schöne Bestätigung dessen, was wir in den vergangenen Jahren gemeinsam aufgebaut haben. Sie zeigt, wie viel Engagement und Herzblut in diesem Thema steckt“, sagt Sandra Altenfeld.
Zugleich betont sie, dass hinter dem Erfolg weit mehr Menschen stehen als das Projektteam allein: Mehr als 200 Mitarbeitende der Kinder- und Frauenklinik haben sich schulen lassen und die babyfreundliche Ausrichtung in ihrem jeweiligen Arbeitsbereich mit Leben gefüllt.
“Die Zertifizierung trägt deshalb die Handschrift vieler Kolleginnen und Kollegen, die jeden Tag für Familien da sind.“
Mehr als 200 Mitarbeitende wurden geschult
Ein zentraler Bestandteil auf dem Weg zur Zertifizierung war die umfassende Qualifizierung des gesamten Teams der Kinder- und Frauenklinik. Mehr als 200 Mitarbeitende – von Ärztinnen und Ärzten über Hebammen bis hin zu Pflegekräften – wurden intensiv zu den Themen Stillförderung, Bindungsaufbau und familienorientierte Versorgung geschult. Die Schulungen erfolgten gemeinsam mit dem Deutschen Ausbildungsinstitut für Stillbegleitung (DAIS).
Darüber hinaus wurden spezielle Stillbegleiterinnen ausgebildet, die werdenden und frischgebackenen Eltern mit fachlicher Unterstützung zur Seite stehen. Ergänzt wird dieses Angebot durch das umfangreiche Kurs- und Beratungsprogramm von Ellis Elternschule, die Familien bereits vor der Geburt begleitet und auch nach der Entbindung wichtige Unterstützung bietet.
Große Erfahrung in der Geburtshilfe
Mit knapp 3.000 Geburten jährlich zählt die Geburtshilfe des Elisabeth-Krankenhauses Essen zu den größten Geburtskliniken Nordrhein-Westfalens. Gleichzeitig verfügt die Klinik mit 48 festangestellten Hebammen über das größte Hebammenteam im regionalen Umfeld. Sechs modern ausgestattete Kreißsäle ermöglichen eine individuelle und kontinuierliche Betreuung jeder einzelnen Geburt.
Trotz der hohen Zahl an Geburten steht jede Familie mit ihren individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt.
Natürliche Geburt und medizinische Sicherheit
Frauen mit unkomplizierter Schwangerschaft können im Hebammenkreißsaal eine natürliche und selbstbestimmte Geburt ausschließlich in Begleitung einer Hebamme erleben.
Gleichzeitig verfügt das Krankenhaus über die Infrastruktur eines Perinatalzentrums Level 1, der höchsten Versorgungsstufe für Schwangere, Früh- und Neugeborene in Deutschland. Die enge räumliche und fachliche Zusammenarbeit von Geburtshilfe, Neu- und Frühgeborenenmedizin, Kinderchirurgie sowie Anästhesie ermöglicht auch bei unvorhergesehenen Komplikationen eine schnellstmögliche Versorgung. Sämtliche relevanten Fachdisziplinen stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Die verschiedenen Disziplinen befinden sich auf einer Etage, sodass Wöchnerinnen auch im Fall von Komplikationen stets nur wenige Schritte von ihren Neugeborenen trennen.
Auszeichnung für ein ganzes Team
Die Zertifizierung „Babyfreundliches Krankenhaus“ ist eine Auszeichnung für das Engagement der Mitarbeitenden aus Geburtshilfe, Frauenklinik, Kinderklinik, Pflege, Therapie und Elternschule. Gemeinsam sorgen sie jeden Tag dafür, dass Familien nicht nur medizinisch hervorragend versorgt werden, sondern sich auch menschlich gut aufgehoben fühlen.
Mit dem offiziellen WHO-/UNICEF-Siegel erhält dieses Engagement nun eine besondere Anerkennung.
Weitere Informationen zur Geburtshilfe, zum Hebammenkreißsaal, zur Elternschule und zur Anmeldung zur Geburt finden werdende Eltern auf der Website der Geburtsklinik des Elisabeth-Krankenhauses Essen: Zur Website.
