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Neuer Sonderforschungsbereich „DYNAMO“: 12,9 Millionen Euro für innovative Hautkrebsforschung an der Universität Duisburg-Essen

Logo Medizinische Fakultät Uni Duisburg-Essen
Vor einem modernen Backsteingebäude mit großer Glasfront steht eine Gruppe von rund 20 Personen für ein gemeinsames Foto. Die Teilnehmenden tragen überwiegend Business- und Smart-Casual-Kleidung und blicken lächelnd in die Kamera. Im Hintergrund spiegelt die Glasfassade den Himmel und umliegende Gebäude wider; im oberen Bereich ist eine stilisierte medizinische Darstellung in das Glas eingelassen. Die Gruppe ist locker angeordnet, einige Personen stehen leicht versetzt in mehreren Reihen. Die Aufnahme vermittelt den Eindruck eines gemeinsamen Termins, Austauschs oder einer Begehung im medizinischen oder wissenschaftlichen Umfeld.
Gruppenbild während der Begehung des Sonderforschungsbereiches SFB 1752 DYNAMO / Bildrechte: Dr. Nora Mitdank, Dekanat der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen
Das Bild zeigt ein grafisches Logo auf hellem grauen Hintergrund. Im Mittelpunkt stehen mehrere überlappende Kreise in Weiß- und Rosétönen mit dunkelroten Konturen. Ein großer Kreis umschließt die gesamte Darstellung. Zwei dunkelrote Pfeile bilden ein Koordinatensystem: Ein Pfeil verläuft waagerecht nach rechts, der andere senkrecht nach oben. Rechts oben befindet sich ein kleiner weißer Kreis mit roter Umrandung. Im unteren Bereich steht schräg und in großen dunkelblauen Großbuchstaben der Schriftzug „DYNAMO“. Rechts darunter steht kleiner „SFB 1752“. Die Gestaltung wirkt technisch-wissenschaftlich und erinnert an Dynamik, Bewegung und räumliche Modelle.
Das Logo des Sonderforschungsbereiches SFB 1752 DYNAMO / Bildrechte: SFB 1752 DYNAMO
Auf hellem Hintergrund ist das Förderlogo der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) abgebildet. Links steht in kleiner grauer Schrift „Gefördert durch“. Darunter befindet sich das große blaue DFG-Logo in markanter Blockschrift. Rechts daneben steht in blauer Schrift der ausgeschriebene Name „Deutsche Forschungsgemeinschaft“. Das Design wirkt sachlich und offiziell.
Porträtaufnahme eines lächelnden Mannes mit kurzen grau-braunen Haaren, Vollbart und dunkelblauer Brille. Er trägt einen weißen Arztkittel über einem hellblauen Hemd und blickt direkt in die Kamera. Der Hintergrund ist unscharf und zeigt eine helle klinische oder medizinische Umgebung. Die Aufnahme wirkt freundlich, professionell und vertrauensvoll.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft richtet den neuen Sonderforschungsbereich (SFB) 1752 „DYNAMO“ ein. Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen sind federführend an dem Forschungsverbund beteiligt. Im Mittelpunkt steht die Erforschung des schwarzen Hautkrebses (Melanom) sowie die Weiterentwicklung bestehender Krebstherapien.

Die Förderung startet am 1. Oktober 2026. Für die erste Förderphase stellt die DFG rund 12,9 Millionen Euro über 45 Monate zur Verfügung. Die Universität Duisburg-Essen koordiniert den Forschungsverbund. Partner sind das Institut für Experimentelle Onkologie der Universität Bonn sowie das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e. V.. Damit entsteht ein interdisziplinärer Forschungsverbund für Hautkrebsforschung in Nordrhein-Westfalen mit enger Verbindung zwischen Grundlagenforschung, Technologie und klinischer Anwendung.

Im Fokus des Sonderforschungsbereichs „DYNAMO“ steht die Frage, wie Tumoren des schwarzen Hautkrebses in den ersten Wochen einer Therapie reagieren und sich anpassen. Bereits in dieser frühen Phase kann sich zeigen, ob eine Behandlung langfristig wirksam bleibt oder Therapieresistenzen entstehen. Genau diese frühen Anpassungsmechanismen von Krebszellen untersuchen die Forschenden des SFB.

„Die Bewilligung des Sonderforschungsbereichs ‚DYNAMO‘ stärkt das Forschungsprofil der Universität Duisburg-Essen und insbesondere unseren Schwerpunkt in den Biomedizinischen Wissenschaften. Zugleich verbindet der SFB technologiegetriebene Grundlagenforschung mit klinischer Nähe – eine wichtige Voraussetzung, um neue Erkenntnisse schneller in bessere Therapien zu überführen“, betont Prof. Dr. Astrid Westendorf, Prorektorin für Forschung & wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität Duisburg-Essen.

„Wir möchten einen Wandel anstoßen: weg vom Reagieren, hin zum früheren Eingreifen“, sagt SFB-Sprecher und Dermato-Onkologe Prof. Dr. Alexander Roesch. „Unser neuer Sonderforschungsbereich stärkt die Krebsforschung in Nordrhein-Westfalen und trägt wesentlich dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die klinische Praxis zu überführen.“

Die Projektgruppen analysieren, welche Prozesse im Tumor unmittelbar nach Beginn einer Krebstherapie ablaufen. Ärzt:innen, Krebsforscher:innen und Immunolog:innen untersuchen dafür gemeinsam Proben von Patient:innen mit schwarzem Hautkrebs. Erfasst werden kleinste molekulare Veränderungen, die anschließend zusammengeführt und computergestützt ausgewertet werden. Grundlage dafür sind komplexe Rechenmodelle. „So entsteht ein möglichst frühes Gesamtbild, das bislang fehlte“, betont Hautkrebs-Experte Professor Roesch.

Ziel der Forschung ist es, das dynamische Anpassungsverhalten von Melanomzellen künftig besser vorhersagen und gezielt beeinflussen zu können. Dadurch sollen Therapien gegen schwarzen Hautkrebs länger wirksam bleiben und Rückfälle verhindert werden. Gleichzeitig könnten die Erkenntnisse des Sonderforschungsbereichs auch neue Ansätze für die Behandlung weiterer Krebsarten liefern.

Mit dem neuen Sonderforschungsbereich baut die Universität Duisburg-Essen ihre Rolle als bedeutender Standort für Krebsforschung, Hautkrebsforschung und biomedizinische Wissenschaften in Deutschland weiter aus. Die Verbindung aus universitärer Forschung, moderner Datenanalyse und klinischer Expertise soll dazu beitragen, neue Erkenntnisse schneller in die medizinische Versorgung von Patient:innen zu übertragen.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Alexander Roesch
Stellvertretender Direktor der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie des Universitätsklinikums Essen
alexander.roesch@uk-essen.de

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