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580.000 Euro Bundesförderung für die Westdeutsche Biobank Essen

Nahaufnahme eines automatisierten Laborgeräts, das mehrere Probenröhrchen über einer Mikrotiterplatte positioniert. Eine behandschuhte Hand schiebt den Probenträger in das Gerät. Blaues Arbeitslicht beleuchtet die Laborumgebung und unterstreicht den technischen Charakter der Aufnahme
Momentaufnahme aus der Biobank / Bildrechte: UDE, Frank Preuß
Gruppenfoto einer wissenschaftlichen Veranstaltung mit rund 30 Teilnehmenden auf einer Bühne. Die Personen stehen lächelnd nebeneinander und blicken in die Kamera, einige winken. Im Hintergrund ist auf einer großen Leinwand eine Videokonferenz mit zahlreichen zugeschalteten Teilnehmenden zu sehen. Vor der Gruppe stehen drei Stehtische mit Präsentationstechnik.
Gruppenfoto während der Kick-off-Veranstaltung der neuen Biobank-Plattform am 22. Juni 2026 / Bildrechte: D. Ausserhofer, vfa

Die Westdeutsche Biobank Essen (WBE) erhält vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) eine Förderung in Höhe von rund 580.000 Euro. Die WBE ist eine zentrale Serviceeinrichtung der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und unterstützt die medizinische Forschung an der Universitätsmedizin Essen mit hochwertigen Bioproben und den dazugehörigen Daten.

Mit den Fördermitteln kann die Biobank ihre Infrastruktur in den kommenden dreieinhalb Jahren weiter ausbauen. Gleichzeitig wird sie Teil der entstehenden „Biobank-Plattform für Deutschland“, die den Zugang zu Gewebe-, Blut- und anderen Bioproben sowie zugehörigen klinischen Daten für die medizinische Forschung deutlich vereinfachen soll.

Forschung besser vernetzen

Die neue Plattform wird im Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) gemeinsam mit dem German Biobank Network (GBN) aufgebaut. Insgesamt werden 38 universitäre Biobank-Standorte organisatorisch miteinander vernetzt. Ziel ist es, Forschenden den Zugang zu Bioproben und Daten standortübergreifend zu erleichtern – unter Einhaltung hoher Qualitäts-, Datenschutz- und Ethikstandards.

Davon profitieren sowohl Wissenschaft als auch Industrie: Anstatt einzelne Biobanken separat anzufragen, sollen Proben und Daten künftig über eine zentrale Servicestelle koordiniert bereitgestellt werden. Das beschleunigt Forschungsprojekte und unterstützt die Entwicklung neuer Präventions-, Diagnose- und Therapieverfahren.

„Wir freuen uns, mit der Zuwendung den nachhaltigen Ausbau der Westdeutschen Biobank Essen über die nächsten dreieinhalb Jahre weiter voranzutreiben“, sagt Leiterin Priv.-Doz. Dr. Denise Zwanziger. „Zudem wird durch einen erleichterten Zugang zu den in universitären Biobanken gelagerten Proben und klinischen Daten die Entwicklung neuer Präventions- und Therapiemaßnahmen gestärkt.“

Teil einer bundesweiten Forschungsinitiative

Die „Biobank-Plattform für Deutschland“ ist ein zentrales Vorhaben der Bundesregierung und Teil der Hightech Agenda sowie des Koalitionsvertrags. Bis 2030 stellt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt rund 50 Millionen Euro für den Aufbau der Plattform bereit.

Biobanken sind ein wesentlicher Baustein moderner Medizin. Sie ermöglichen unter anderem Forschung in den Bereichen Präzisionsmedizin, molekulare Diagnostik und personalisierte Therapien. Durch die stärkere Vernetzung der Standorte sollen wissenschaftliche Erkenntnisse künftig schneller in neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten überführt werden.

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