ENDO Ruhr Live: Essener Gastroenterologie bringt Fachkompetenz in neues Ruhrgebietsformat ein
Mehr als 500 Fachleute aus dem In- und Ausland kamen Anfang September beim ersten ENDO Ruhr Live im RuhrCongress Bochum zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen in der endoskopischen Diagnostik und Behandlung. Mitorganisator und wissenschaftlicher Leiter der neuen Fachveranstaltung war Dr. David Albers, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie des Elisabeth-Krankenhauses Essen.
Das neue Format bündelt gastroenterologische Kompetenz aus Essen, Herne und Bochum. Gemeinsam organisiert und wissenschaftlich geleitet wurde ENDO Ruhr Live von Dr. David Albers sowie Dr. Viktor Rempel, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie des St. Anna Hospital Herne, und Prof. Dr. Alanna Ebigbo, Direktor für Innere Medizin – Gastroenterologie, Endoskopie & Infektiologie am St. Josef-Hospital Bochum – Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum. Ziel war es, Fachkolleginnen und Fachkollegen über Neuerungen zu informieren und den Austausch über moderne Verfahren zu fördern.
Live-Endoskopien als Herzstück
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Live-Endoskopien und Live-Operationen aus dem St. Anna Hospital und dem Marien Hospital Herne. Gezeigt wurden unter anderem Untersuchungen und Behandlungen bei Tumoren des Magen-Darm-Traktes sowie komplexe Eingriffe an Gallengängen und Bauchspeicheldrüse. Auch laparoskopische und robotisch assistierte Operationen waren Teil des Programms. Insgesamt wurden während der Veranstaltung 18 Patientinnen und Patienten live untersucht und behandelt.
Dr. Viktor Rempel knüpft dabei an die Erfahrungen mit einem bereits etablierten Format an: „Für unsere Live-Endoskopien und -operationen sind wir bereits seit vielen Jahren mit unserer Fachveranstaltung Endosummer im Ruhrgebiet bekannt. Ich freue mich, dass wir das Format nun gemeinsam in einem größeren Rahmen fortsetzen konnten.“
Wissen teilen – über Klinik- und Stadtgrenzen hinweg
Neben Live-Verfahren bot das zweitägige Programm Fachvorträge, Workshops und praktische Einblicke. Erfahrene Untersucher gaben unter anderem Tipps für komplexe Untersuchungen wie die ERCP. Workshops zu Nahttechniken und ein Kasuistikwettbewerb ergänzten das Programm.
Für Prof. Dr. Alanna Ebigbo ist gerade dieser Wissenstransfer entscheidend: „Um Patienten bestmöglich diagnostizieren und behandeln zu können, ist ein regelmäßiger fachlicher Austausch sehr wichtig. Die Veranstaltung ENDO Ruhr Live bot dazu eine großartige Gelegenheit – sowohl für junge Endoskopiker als auch erfahrene Untersucher.“
Industriesymposien mit aktuellen Innovationen, die Präsentation von Fällen im Virtual-Reality-Format und ein Preis für den besten Vortrag rundeten das Programm ab.
ENDO Ruhr Live soll 2027 fortgesetzt werden
Nach der Premiere soll das gemeinsame Format im kommenden Jahr erneut stattfinden. Dr. David Albers vom Elisabeth-Krankenhaus Essen zieht ein positives Fazit: „Insgesamt war es ein gelungener Kongress mit einem abwechslungsreichen Programm. Ich freue mich schon jetzt auf eine weitere gemeinsame Veranstaltung dieser Art im nächsten Jahr.“
Organisiert wurde ENDO Ruhr Live gemeinsam von der St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr, dem Katholischen Klinikum Bochum und der Contilia mit dem Elisabeth-Krankenhaus Essen.
