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Neue Hoffnung bei chronischen Nervenschmerzen – EU-Projekt RESOLVE startet

Acht Personen stehen für ein Gruppenfoto in einem repräsentativen Raum mit dunkler Holzvertäfelung und Parkettboden. Die Gruppe besteht aus sieben Männern und einer Frau, die in zwei Reihen vor einem dekorativen Kamin positioniert sind. Die meisten tragen Business- oder Smart-Casual-Kleidung in dunklen Blau- und Schwarztönen. Im Vordergrund stehen vier Personen, während weitere vier dahinter angeordnet sind. Alle blicken in die Kamera und lächeln oder schauen freundlich. Rechts unten im Bild ist das Logo des Projekts „RESOLVE“ eingeblendet, das eine stilisierte Nervenzelle in Blau und Türkis zeigt. Die Atmosphäre wirkt professionell und kollegial.
Die Mitglieder des RESOLVE-Konsortiums während des Kick-off-Meetings am 19. März 2026 an der University of Reading (v. l. n. r.): Dr. Graeme Cottrell, Dr. Augustas Pivoriūnas, Dr. Fabian Szepanowski, Prof. Dr. Bogdan Catalin, Dr. Maria Maiarù, Prof. Dr. Bernd Giebel, Prof. Dr. Darius Widera und Dr. Iva Sabolić / Bildrechte: Prof. Dr. Bernd Giebel (Gruppenfoto) und Prof. Dr. Darius Widera (Logo)
Das Logo des Projekts „RESOLVE“ zeigt den Schriftzug „RESOLVE“ in Großbuchstaben. Die Buchstaben „RE“ sind in Violett dargestellt, „SOLVE“ in Gelb. Unter dem Schriftzug befindet sich eine stilisierte Nervenzelle in verschiedenen Blau- und Türkistönen. Von ihrem zentralen Zellkörper gehen zahlreiche verzweigte Fortsätze aus, die sich sternförmig in alle Richtungen erstrecken. Um die Nervenzelle herum sind mehrere violette Punkte angeordnet, die an Signale oder Zellen im neuronalen Netzwerk erinnern. Das Design vermittelt einen Bezug zu Neurowissenschaften, Vernetzung und Forschung.
Das Logo des Forschungsprojektes RESOLVE / Bildrechte: Prof. Dr. Darius Widera
Porträt eines Mannes mit kurzem blondem Haar, hellem Bart und blauen Augen. Er blickt direkt in die Kamera und trägt ein schwarzes Hemd mit offenem Kragen. Das Foto zeigt ihn von der Brust aufwärts vor einem unscharfen Hintergrund in hellen Grau- und Weißtönen, der an ein modernes Büro- oder Forschungsumfeld erinnert. Die Person ist zentral im Bild positioniert, die Beleuchtung ist gleichmäßig und professionell. Der Gesamteindruck wirkt sachlich, kompetent und freundlich.
Dr. Fabian Szepanowski / Bildrechte: UDE, Bettina Engel-Albustin, Fotoagentur Ruhr moers

Weltweit leiden schätzungsweise bis zu 10 Prozent der Bevölkerung an chronischen neuropathischen Schmerzen, zum Beispiel nach Chemotherapien. Die Ursache dieser Schmerzen liegt im Nervensystem selbst: Geschädigte Nerven senden dauerhaft Schmerzsignale, auch ohne Auslöser. So klingt der Schmerz nicht mehr ab. Dort setzt das internationale Forschungsprojekt RESOLVE an, an dem Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen maßgeblich beteiligt sind. Es wird im Rahmen der europäischen ERA-NET-NEURON-Initiative mit 1,2 Millionen Euro für zwei Jahre gefördert. Davon fließen rund 350.000 Euro an den Forschungsstandort Essen.

Das Konsortium möchte eine neue Therapie entwickeln, die Entzündungsprozesse gezielt beeinflusst, um schmerzverstärkende Mechanismen abzuschwächen und gleichzeitig Reparaturvorgänge im Nervensystem zu fördern. Im Mittelpunkt stehen extrazelluläre Vesikel – winzige Partikel, die von Stamm- und Bindegewebszellen freigesetzt werden und als natürliche Botenstoffe zwischen Zellen des Nervensystems wirken. Sie können Entzündungsreaktionen regulieren und das Immunsystem ins Gleichgewicht bringen. Statt nur Symptome zu lindern, untersuchen die Wissenschaftler:innen die grundlegenden Prozesse, die chronische Schmerzen aufrechterhalten.

Am Standort Essen leiten Dr. Fabian Szepanowski von der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Essen und Prof. Dr. Bernd Giebel vom Institut für Transfusionsmedizin das Projekt. Dr. Szepanowski verfügt über langjährige Expertise in der Erforschung von Entzündungsprozessen und Regeneration im Nervensystem. Prof. Dr. Giebel gilt als wegweisender Experte auf dem Gebiet der extrazellulären Vesikel. Durch die enge Verbindung neuroimmunologischer Forschung mit innovativer Vesikelbiologie entsteht eine synergistische Plattform für die gezielte Weiterentwicklung neuer Therapiestrategien in Richtung klinischer Anwendung.

Das Projekt „RESOLVE – Stem Cell-Derived Extracellular Vesicles as Novel Tools for Inflammatory Recalibration and Resolution of Chronic Pain“ vereint Fachleute aus dem Vereinigten Königreich (University of Reading), Deutschland (Universitätsklinikum Essen), Litauen (Centre for Innovative Medicine), Rumänien (University of Craiova) und Kroatien (Biotechunternehmen Labena). Komplementäre Forschungsansätze adressieren die vielfältigen Ursachen neuropathischer Schmerzen und verbinden Ergebnisse aus experimentellen Modellen mit Untersuchungen an Proben von Patient:innen.

Mehr zur ERA-NET NEURON Initiative: https://www.neuron-eranet.eu

Weitere Informationen:
Dr. Fabian Szepanowski, Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Essen, fabian.szepanowski@uk-essen.de

Prof. Dr. Bernd Giebel, Institut für Transfusionsmedizin, Universitätsklinikum Essen, bernd.giebel@uk-essen.de

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